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Kultur Irritation um Merkel-Bild: Staatsschutz ermittelte gegen Leipziger HGB-Studenten
Nachrichten Kultur Irritation um Merkel-Bild: Staatsschutz ermittelte gegen Leipziger HGB-Studenten
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15:12 19.04.2015
Beim HGB-Rundgang im Februar wurde Schwarzes Kunstwerk besprüht - eine Simulation, die für Irritationen sorgte. Quelle: Günther Beutner
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Leipzig

Beim Februar-Rundgang in der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) hatte er das Bild aufgehängt. Einige Wochen später war er Gegenstand von inzwischen eingestellten Ermittlungen des Staatsschutzes. Jetzt berichteten Deutschlandfunk (DLF) und „Spiegel-Online" über den Fall.

Demnach sei es ihm bei dem Kunstwerk um den IS-Terror und das Attentat auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo gegangen. Noch während des Rundgangs wurde „WIR TÖTEN DICH!" über das Bild gesprüht. Ein simulierter Angriff auf die Kunstfreiheit sei das gewesen, also gewollt, heißt es in dem DLF-Beitrag.

Dann ist eine offenbar eher nicht gewollte Kettenreaktion in Gang gesetzt worden: Ein Besucher machte ein Foto von dem Bild, zeigte es dem sächsischen Europaabgeordneten Hermann Winkler (CDU), der wiederum die Polizei auf das Bild aufmerksam machte. Der Staatsschutz ermittelte zunächst wegen angeblicher Sachbeschädigung, was der Künstler ausräumte. Später ging es um die Frage, ob hier zu Gewalt aufgerufen werde und ob das durch die Kunstfreiheit gedeckt sei.

Jetzt stehen Vorwürfe im Raum. Die Hochschulleitung habe keinen direkten Kontakt zu dem Künstler hergestellt, dafür seinen Namen der Polizei verraten, heißt es. Man sei als staatliche Behörde im Zuge der Amtshilfe dazu verpflichtet gewesen, sagte dazu am Freitag HGB-Sprecherin Meike Giebeler der LVZ: „Wir sind von einer Beschädigung ausgegangen und gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass das simuliert war." Erst bei der Senatssitzung an diesem Mittwoch habe man erfahren, worum es Schwarze wirklich gegangen sei.

jkl

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