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Komiker Kurt Krömer live in Dresden - „ham wa!"

Komiker Kurt Krömer live in Dresden - „ham wa!"

„Besondere Merkmale: Kurt Krömer" - treffender lässt sich der Auftritt des Berliner Komikers am Freitagabend im Alten Schlachthof in Dresden nicht beschreiben.

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Kurt Krömer begeisterte sein Publikum in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. Kein Konzept, kein roter Faden, stattdessen Krömer pur und live. Pendelnd zwischen teils bösen Witzen, festen Bühnennummern und Interaktionen mit dem Publikum begeisterte Krömer seine Fans vor allem mit Schlagfertigkeit und Improvisationsvermögen.

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Dresden. „Besondere Merkmale: Kurt Krömer" - treffender lässt sich der Auftritt des Berliner Komikers am Freitagabend im Alten Schlachthof in Dresden nicht beschreiben. Kein Konzept, kein roter Faden, stattdessen Krömer pur und live. Pendelnd zwischen teils bösen Witzen, festen Bühnennummern und Interaktionen mit dem Publikum begeisterte Krömer seine Fans vor allem mit Schlagfertigkeit und Improvisationsvermögen.

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Dabei ist der Humor des fast 37-jährigen Grimme-Preisträgers, der gebürtig Alexander Bojcan heißt aber längt nur noch mit Kurt Krömer angesprochen wird, nicht massentauglich. Krömer kann fies und gemein sein, richtiggehend böse und zynisch. Doch genau wegen dieser bewussten Tabubrüche liebt ihn sein Publikum. Die rund 900 Fans im längst ausverkauften Schlachthof wollen genau das: Sie wollen sehen und hören, wie sich Krömer über die angeblichen optischen Defizite von „Herr Weißgerber" auslässt, der vorgeblich hinter dem Bühnenvorgang für ihn zuständig ist. Sie wollen sehen, wie Krömer „Christine" aus der ersten Reihe auf die Bühne holt, sie bittet, sich auf seinen Schoß zu setzen und dann fragt „Was wünschst du dir vom Weihnachtsmann?"

Am besten ist der Künstler, wenn ihn sein Publikum herausfordert. So wie der Kartograf Ralf aus Dresden, der eigentlich nur auf die Bühne kommen soll, um mal zu sehen, wie wenig man von da oben sieht. Doch der Gast entpuppt sich als schlagfertiger Gegenüber und Krömer kann und darf improvisieren. „Prügeln wir uns?" ist das erste Angebot, um kurz danach mit scheinbar anderer Absicht gemeinsam hinter der Bühne zu verschwinden. Oder wie ein Fan, der mit Krömer Jacken tauschen will und dafür eine Weile mit auf der Bühne sitzen bleiben darf.

Wie schon in seiner ARD-Sendung „Krömer - die internationale Show" blüht er genau dann auf. Wenn sich letzte Reste eines Planes in Luft auflösen und die Vorstellung in Richtung gepflegter Anarchie abrutscht. „Konzept?", fragt er sich mittendrin, „weiß ich nicht, hab ich noch nicht gefunden". Munter reiht sich Witz an Plauderei, Geschichte an Clownerie. Einzige Konstante ist das regelmäßige „ham wa", wenn ein Thema durch ist.

Das Ganze hat Tempo und ist für Freunde dieser Art von Humor brüllend komisch. Von der Story über das Warten auf den Telekom-Techniker bis zum gepflegten Altherrenwitz ist alles dabei. Er macht Handstand, probiert sich im Riverdance und erzählt auf Wunsch des Publikums sogar seinen gefühlt hundert Jahre alten „Schneckenwitz".

Zum Ende hin erleben die Zuschauer dann noch tatsächlich den „nackten Wahnsinn", mit dem seine Tour zutreffend betitelt ist. Nach der kräftig in die Länge gezogenen Verabschiedung wagt sich Krömer noch einmal auf die Bühne. Erst ohne Hemd, dann ohne Hose und schließlich im Bademantel im Leopardenmuster. Als er den gekonnt fallen lässt, erleben es die Zuschauer dann tatsächlich: den finalen „nackten Wahnsinn" mit Kurt Krömer.

Stephan Lohse

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