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Krisen und Kriege stehen im Fokus des 55. Dok-Film-Festivals in Leipzig

Krisen und Kriege stehen im Fokus des 55. Dok-Film-Festivals in Leipzig

Die Krisen und Kriege dieser Welt spiegeln sich in diesem Jahr stark im Programm des Leipziger Dok-Film-Festivals. Wie Festival-Direktor Claas Danielsen am Freitag in Leipzig sagte, hätten sich viele Filmemacher den Themen Protest, Widerstand und Globalisierung zugewendet.

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360 Filme aus 62 Ländern werden in diesem Jahr beim Leipziger Dok-Film-Festival gezeigt.

Quelle: DOK Leipzig 2011

Leipzig. Vom 29. Oktober bis 4. November werden 360 Filme aus 62 Ländern gezeigt. DOK Leipzig gilt als eines der weltweit renommiertesten Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm.

Zum ersten Mal in der 55-jährigen Festivalgeschichte wird DOK Leipzig mit einem Streifen aus Bangladesch eröffnet. „Are you Listening!“ von Kamar Ahmad Simon porträtiert die Bewohner eines von der Flut zerstörten Dorfes, die auf einem Deich Zuflucht gefunden haben. „Das ist ein sehr besonderer Film, der zeigt, wie der Klimawandel sich auswirkt“, sagte Danielsen.

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DOK Leipzig 2011

Quelle: dpa

Insgesamt seien in diesem Jahr 2847 Filme aus 113 Ländern für das Festival eingereicht worden. DOK Leipzig warte daher mit einem sehr internationalen Programm auf, sagte Danielsen. „Wir suchen ja nach Filmen, die eine ausgeprägte Autorenhandschrift haben, die auf der großen Leinwand bestehen können und die einen ungewöhnlichen Blick werfen auf die Wirklichkeit und die Zeit, in der wir leben.“

In fünf Wettbewerbskategorien werden Auszeichnungen vergeben: im Internationalen Wettbewerb (13 Filme), im Deutschen Wettbewerb (12 Filme), für Animationsfilme und kurze Dokumentarfilme sowie im Wettbewerb für junges Kino. Hauptpreise sind die mit 10 000 dotierten Goldenen Tauben. Die Gesamtsumme der Preisgelder beträgt 71 500 Euro.

Neben den Wettbewerben gibt es mehrere Sonderreihen und Retrospektiven. So widmet sich „Utopien und Realitäten - Die rote Traumfabrik“ der deutsch-russischen Filmkooperation Meschrabpom-Film, die zwischen 1921 und 1936 anspruchsvolle, sozialkritische Streifen schaffen wollte. Ein thematischer Schwerpunkt ist zudem Lateinamerika mit dem Sonderprogramm „Vom Geist der Freiheit“.

dpa

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