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Kultur Regional Aktion für Plakatkunst: „Wir machen Leipzig wieder bunter“
Nachrichten Kultur Kultur Regional Aktion für Plakatkunst: „Wir machen Leipzig wieder bunter“
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18:00 07.09.2018
Ein Zeichen für originalgrafische Künstlerplakate wurde vor dem Museum der bildenden Künste gesetzt: Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Leipzig war eine Stadt des Künstlerplakats – und das soll wieder so werden“, sagt Alfred Weidinger, Direktor des Museum der bildenden Künste. Gemeinsam mit den Spinnereigalerien, die an diesem Wochenende zum Rundgang laden, hat das Museum am Freitag die Aktion „MdbK x SpinnereiGalerien für originalgrafische Künstlerplakate“ begonnen. Insgesamt 18 Künstler haben Plakate produziert, die für ihre aktuellen Ausstellungen werben. Eine Aktion, die eigentlich so sehr auf der Hand liegt, dass man erstmal darauf kommen muss. Auf dem Gelände der Spinnerei in Leipzig bieten jetzt die Plakate zwischen dem Laden für Nichts und der Galerie Tobias Naehring Orientierung und Kunstgenuss. Auch am Haupteingang des Museums der bildenden Künste werden die gedruckten Kunstwerke auf einer eigens errichteten Plakatsäule ausgestellt.

Gleichzeitig läuft die Aktion digital: Die Galerien und das Museum posteten am Freitag ein Künstlerplakat ihrer Wahl auf ihren Social-Media-Kanälen. Dazu begibt sich ein Text gewissermaßen in den ästhetischen Straßenkampf: „Wir holen die Plakatkunst zurück und machen Leipzig wieder bunter.“ An die Stadt gerichtet heißt es: „Gib Leipzig einen Teil seiner Kultur zurück und schenke bildenden KünstlerInnen Orte zur künstlerischen Plakatentfaltung.“

Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) findet, es „gut und richtig“, wenn dem Künstlerplakat zur Renaissance verholfen wird. Sie verweist allerdings auf insgesamt 380 Flächen in der Stadt, auf der nicht-kommerzielle Kultureinrichtungen kostenlos mit Plakaten werben können. Diese würden in der Regel wöchentlich gewechselt, sagte sie am Freitag.

Alfred Weidinger wünscht sich dennoch zusätzliche Flächen, „die für Künstlerplakate geeignet sind und auch mal zwei bis drei Monate auf eine Ausstellung hinweisen“. Auch das Format der Plakate sei zu berücksichtigen. Das passe nicht überall hinein, denn es werde nun mal von den Druckmaschinen vorgegeben.

Herbstrundgang in der Spinnerei: Sa 11–20 Uhr, So 11–16 Uhr; www.spinnereigalerien.de

Von Jürgen Kleindienst

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