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Kultur Regional DOK Leipzig startet mit Werner Herzog als Stargast
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11:44 29.10.2018
Die Osthalle des Hauptbahnhofs verwandelt sich beim Dok Leipzig 2018 wieder in einen großen Kinosaal. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Das 61. Dokumentarfilm-Festival DOK Leipzig beginnt am Montag (19.30 Uhr) mit dem Film „Meeting Gorbachev“ von Werner Herzog („Fitzcarraldo“). Der 76-jährige Regisseur kommt am Abend persönlich zur feierlichen Eröffnung ins Cinestar. Zeitgleich wird der Film in der Osthalle des Hauptbahnhofs gezeigt. Sie verwandelt sich während des Festivals in einen temporären Kinosaal. Bis Samstagabend sind hier täglich um 19.30 Uhr Gratis-Filme auf großer Leinwand zu sehen.

Mit Co-Regisseur André Singer hat Werner Herzog ein Porträt des einstigen sowjetischen Staatsoberhaupts Michail Gorbatschow geschaffen. Gorbatschow hatte als letzter Machthaber der Sowjetunion den Lauf der Geschichte des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst. Um Herzog und seinen neuen Film geht es auch am Dienstagvormittag bei einem Film-Talk im Kupfersaal, bei dem der Regisseur zu Gast ist.

Regisseur Werner Herzog kommt persönlich zum Dok Leipzig. Quelle: Tim Brakemeier/dpa

Dok Leipzig erstmals mit Frauenquote

Das Dok-Festival widmet sich bis Samstag unter dem Motto „Fordert das Unmögliche!“ mit dem Schwerpunkt auf 1968 den Umbrüchen und Hoffnungen in Vergangenheit und Gegenwart. Insgesamt werden während der Festivalwoche 306 Filme aus 50 Ländern gezeigt, weniger als letztes Jahr.

Dafür dürfen sich die diesjährigen Preisträger über gestiegene Prämien freuen. Nach Angaben der Festivalleitung werden Preisgelder in Höhe von mehr als 78.000 Euro vergeben. Im Vorjahr hatte die Summe 73.500 Euro betragen. Insgesamt werden 22 Preise - und damit einer mehr als 2017 - vergeben. Für die 160 Filme in der offiziellen Auswahl gilt erstmals eine Frauenquote von 40 Prozent.

Dok-Filmvorschau im Blog

Teil 1: Radikale Biografien und verblühende Landschaften

Teil 2: Frauen an der Front

In die Auswahl schafften es 121 Dokumentarfilme und 39 Animationsfilme. Diese seien auf sechs Wettbewerbe, das Internationale Programm und die neue Sektion „Spätlese“ verteilt. Gesichtet wurden zuvor rund 3.000 Filme.

Festivalleiterin Leena Pasanen betonte im Vorfeld, es sei bewundernswert, wie mutig die Filmemacher und Filmemacherinnen in diesem Jahrgang seien. Sie blickten kritisch in die Welt und wollten sich nicht damit abfinden, „dass sich ihre Heimatländer in Orte verwandeln, in denen sie nicht mehr leben wollen“. Die Filme schauten unter anderem auf die Grenze zwischen den USA und Mexiko, begleiteten Fahrradkuriere in Paris bei ihrem Kampf gegen Ausbeutung oder begäben sich auf die Spuren des terroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Von LVZ

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