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Kultur Regional Leipziger Direktorin Franciska Zólyom kuratiert deutschen Biennale-Pavillon
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14:41 01.02.2018
Franciska Zólyom aus Leipzig soll den deutschen Biennale-Pavillon kuratieren. Quelle: dpa
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Berlin/Leipzig

Die gebürtige Ungarin Franciska Zólyom (44) wird Kuratorin des deutschen Beitrags auf der Kunst-Biennale in Venedig 2019. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) würdigte die Leipziger Galerie-Direktorin am Dienstag als „eine herausragende Kuratorin“. Sie stehe mit ihrer Vita und ihrem bisherigen Wirken für künstlerische Koproduktion und damit für einen pro-europäischen Kunstbegriff jenseits nationaler Grenzen.

Zólyom ist seit 2012 Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, die Kunst nach 1945 zeigt. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Köln und Paris war sie Kuratorin am Museum Ludwig in Budapest. Weitere Stationen ihrer Karriere waren der Hamburger Bahnhof in Berlin und das Institute of Contemporary Art im ungarischen Dunaújváros. Auch an der Ausstellung „Lajos Kassák. Botschafter der Avantgarde“ in der Berlinischen Galerie war sie beteiligt.

„Ich freue mich auf einen intensiven Austausch mit Menschen, die mich im Nachdenken über Kunst und Gegenwart inspirieren“, sagte die Kunsthistorikerin laut einer Mitteilung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), das den deutschen Pavillon kommissarisch betreut.

Eine der wichtigsten Kunstschauen der Welt

In der Parkanlage in Venedig wird jedes Jahr wechselnd Kunst und Architektur präsentiert. Die Biennale gilt neben der documenta in Kassel als eine der wichtigsten Kunstschauen der Welt. 2017 gewann der von Susanne Pfeffer kuratierte und von der Künstlerin Anne Imhof gestaltete deutsche Pavillon den Goldenen Löwen. Zu sehen war eine fünf Stunden lange düstere Performance mit dem Titel „Faust“.

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Der deutsche Pavillon wurde in der NS-Zeit von den Nazis umgestaltet und für ihre Propaganda genutzt. Das Gebäude wurde 1908 ursprünglich als bayerischer Pavillon errichtet, 1938 grundlegend umgebaut und kurz darauf dem Deutschen Reich geschenkt. Die Nazi-Vergangenheit ist häufig Thema bei der Wahrnehmung und Gestaltung des deutschen Beitrags gewesen.

Die Ernennung des Kurators folgt einer Empfehlung des Kunst- und Ausstellungsausschusses des Auswärtigen Amts. Ihm gehören Direktoren und Direktorinnen führender deutscher Kunstmuseen und Kunstexperten an.

Für die Architektur-Biennale ist das Bundesbauministerium zuständig. Dort werden dieses Jahr die frühere Stasi-Unterlagenbeauftragte Marianne Birthler und das Berliner Büro Graft den deutschen Pavillon gestalten.

LVZ

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