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Kultur Regional Mehr als 47.000 Zuschauer bei Filmfestival DOK Leipzig
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14:35 05.11.2018
Nach einem Zuschauerrückgang im vergangenen Jahr hat das Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig 2018 wieder mehr Besucher angezogen. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
Leipzig

Nach einem Zuschauerrückgang im vergangenen Jahr hat das Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig 2018 wieder mehr Besucher angezogen. Zu den Vorstellungen und weiteren Veranstaltungen des einwöchigen Festivals kamen bis Sonntag insgesamt knapp 47.200 Menschen, wie die Veranstalter am Montag in Leipzig mitteilten. Im vergangenen Jahr waren es etwa 2000 weniger gewesen. Die sechs kostenlosen Vorstellungen in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs besuchten demnach insgesamt rund 3600 Zuschauer. Die interaktive Ausstellung DOK Neuland zählte rund 3000 Gäste.

Festivalleiterin Leena Pasanen sagte, besonders beeindruckt hätten sie in diesem Jahr die zahlreichen Nachwuchstalente, „die wir entdeckt haben“. Zudem habe der Gewinner-Langfilm im Deutschen Wettbewerb, „Lord of the Toys“, bewiesen, „wie wichtig es ist, sich auch mit polemischen und kritischen Themen zu beschäftigen“, erklärte Pasanen.

Kritik an umstrittenem Film zurückgewiesen

Der Film von Pablo Ben Yakov über eine Gruppe junger Dresdner YouTuber hatte harsche Kritik an der Filmauswahl des Festivals ausgelöst. Das linke Leipziger Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ warf dem Protagonisten Max Herzberg vor, wiederholt neonazistische Parolen zu veröffentlichen und in engem Kontakt mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ zu stehen. Das Festival habe es versäumt, das Geschehen in einen Kontext zu setzen und Hintergründe aufzuzeigen, so das Bündnis.

Das Festival hatte die Kritik mehrfach zurückgewiesen. „Als im Osten Deutschlands verwurzeltes Festival sehen wir die Notwendigkeit, diese Themen und Realitäten in unserem Programm abzubilden und Debatten anhand einer filmischen Auseinandersetzung anzustoßen“, sagte Pasanen am Montag.

22 Einzelpreise

Das 61. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm stand unter dem Motto „Fordert das Unmögliche!“ und hatte am 29. Oktober begonnen. Bei der Verleihung der Goldenen und Silbernen Tauben am Samstagabend waren 22 Einzelpreise im Gesamtwert von knapp 80.000 Euro vergeben worden.

Gleich drei Preise gingen an die italienische Produktion „I Had a Dream“ von Regisseurin Claudia Tosi, darunter die mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube für den besten internationalen Beitrag. Fünf der insgesamt sieben Goldenen Tauben gingen an Regisseurinnen. Beim diesjährigen Filmfest hatte bei der Regie erstmals eine Frauenquote von 40 Prozent gegolten.

Von LVZ

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Das Dokumentarfilmfestival Dok Leipzig hat am Samstagabend seine Preise verliehen. Eine mit 10 000 Euro dotierte Goldene Taube ging an die italienische Regisseurin Claudia Tosi für ihren Film „I had a dream“. Im Deutschen Wettbewerb wurde Pablo Ben Yakov für „Lord of the Toys“ über die Jugendkultur und deren erschreckende Sprache ausgezeichnet.

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