Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Kultur Weltweit „Der Spielmacher“: Fairplay ist das nicht
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit „Der Spielmacher“: Fairplay ist das nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:03 12.04.2018
Gerät in schwere Gewissensnöte: Ivo (Frederick Lau). Quelle: Warner Brothers
Anzeige
Hannover

Deutsche Gangsterfilme tun sich oft schwer – vor allen dann, wenn sie sich unbedingt vom „Tatort“-Format abgrenzen wollen. Umso erfreulicher, wenn ein Regisseur sich entspannt in diesem Metier bewegt, so wie Timon Modersohn in seinem Debüt „Der Spielmacher“.

Modersohn begibt sich in die Welt der illegalen Sportwetten. Ivo (Frederick Lau) war mal ein Fußballtalent, landete aber im Knast und setzt nun sein Wissen bei Sportwetten ein. Auf ihn wird Wettbürobetreiber Dejan (Oliver Masucci) aufmerksam, der den Großteil seiner Geschäfte auf dem asiatischen Markt abwickelt.

Alles, was gutes Genrekino ausmacht

Fair geht es dort nicht zu: Schiedsrichter und Spieler werden bestochen. Als Dejan den talentierten Nachwuchsspieler Lucas (Mateo Wansing) in seine Betrugsgeschäfte einbeziehen will, gerät Ivo in Loyalitätskonflikte.

„Der Spielmacher“ hat alles, was gutes Genrekino ausmacht: eine spannende kriminelle Welt, eine glaubwürdige Hauptfigur und einen charismatischen Bösewicht. Frederick Lau gelingt es, die Gewissensnöte seiner Figur greifbar zu machen. Ihm gegenüber entfaltet Oliver Masucci die eiskalte Geschäftsmännlichkeit des Wettbüropaten. Der drittwichtigste Hauptdarsteller ist das Ruhrgebiet, das als Fußball-Mafia-Kulisse glaubwürdig wirkt.

Von Martin Schwickert / RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bombe tickt im fahrenden Auto. Wer aufsteht, hat nicht nur seinen Platz sondern auch sein Leben verloren. Wotan Wilke Möhring am Rand des Nervenzusammenbruchs in Christian Alvarts Thriller „Steig. Nicht. Aus.“ (Kinostart am 12. April).

12.04.2018

Perfekte Verwandlung: Marie Bäumer spielt In „3 Tage in Quiberon“ (Kinostart: 12. April) Romy Schneider. Ein Film über eine Schauspielerin, die Europas größter Kinoliebling ist und zugleich ein ausgebranntes Wrack.

12.04.2018

Selbsterkenntnis und Versöhnung - Ein todkranker Schotte reist in „Das etruskische Lächeln“ (Kinostart am 12. April) dafür nach San Francisco. Eine Paraderolle für den 71-jährigen Schauspieler Brian Cox.

11.04.2018
Anzeige