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Kultur Weltweit Drei Regisseurinnen haben es nach Cannes geschafft
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17:02 12.04.2018
Cannes-Chef Thierry Frémaux. Quelle: AP
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Cannes

Die Antworten für das am 8. Mai beginnende Festival lauten: Drei Frauen haben es unter die bislang 18 Palmen-Konkurrenten geschafft (die Italienerin Alice Rohrwacher, die Libanesin Nadine Labaki, die Französin Eva Husson). Und: Deutsche fehlen wieder einmal.

Zumindest wird Cannes-Veteran Wim Wenders und seiner Doku über Papst Franziskus („Ein Mann seines Wortes“, Kinostart: 14. Juni) die Ehre eines Special Screenings zuteil. Ulrich Köhler („Schlafkrankheit“) ist in der wichtigen Nebenreihe Un Certain Regard dabei mit „In My Room“, einem Science-Fiction-Drama über einen Mann (Hans Löw), der unverhofft in einer menschenleeren Welt aufwacht.

Cannes scheint auf das Politische zu setzen

Mindestens ebenso spannend war aber dieses Mal, ob Cannes-Chef Thierry Frémaux nach all den Scharmützeln um eine verpflichtende Kinoauswertung doch noch eine Netflix-Produktion aus dem Hut zaubern würde. Hat er nicht. Der Streamingdienst wollte seinen Worten zufolge auch nicht den nachträglich vollendeten Orson-Welles-Film „The Other Side of the Wind“ außer Konkurrenz zeigen. Cannes habe dem Global Player aber keinesfalls die Tür vor der Nase zugeschlagen, so Frémaux.

Zu den bekanntesten Namen zwischen vielen jüngeren Talenten im 71. Aufgebot gehören der französisch-schweizerische Altmeister Jean-Luc Godard mit einem Kinoessay, der US-Amerikaner Spike Lee mit seinem Drama „BlacKkKlansman“ über den Ku-Klux-Klan und der Iraner Jafar Panahi, bei dem ungewiss ist, ob er überhaupt anreisen darf - was genauso für den kremlkritischen Russen Kirill Serebrennikow gilt. Cannes scheint beinahe wie die Berlinale aufs Politische zu setzen.

Die Star-Dichte hält sich in Grenzen

Vorab war bereits bekannt, dass das in Spanien gedrehte Drama „Everybody Knows“ des Iraners Asghar Farhadi das Festival eröffnet. Starpower ist mit Penélope Cruz und Javier Bardem gesichert. Das gilt ebenso für den außer Konkurrenz gezeigten „Star Wars“-Film „Solo“ über die frühen Abenteuer des Weltraumschmugglers. Und dann ist da noch die glamouröse Jury-Präsidentin Cate Blanchett.

Und doch scheint das Programm nach dem ersten Eindruck weniger stargespickt zu sein als gewohnt. Allerdings hat Frémaux noch Nachnominierungen in Aussicht gestellt. Einige hochgehandelte Filme etwa von Terrence Malick und Paolo Sorrentino fehlen bislang - ebenso das neue Werk des einst aus Cannes verbannten Dänen Lars von Trier. Und nur mal zur Erinnerung: Im Vorjahr wurde der spätere schwedische Cannes-Sieger „The Square“ in letzter Minute nachgereicht.

Von Stefan Stosch/RND

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