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Kultur Weltweit Mutter studiert wieder: „How to Party with Mom“
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20:02 04.07.2018
College-Fieber: Nachdem ihr Mann ihr den Laufpass gab, will Deanna (Melissa McCarthy) ihren Abschluss nachholen. Quelle: Warner
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Vielleicht sollte Melissa McCarthy aufhören, Filme unter Regie ihres Ehemannes Ben Falcone zu drehen. Denn Filme drehende Ehemänner konzentrieren sich – entweder aus wahrer Liebe oder aus purer Angst – auf ihre Ehefrauen. Speziell wenn sie Filme mit überwiegend weiblichen Darstellern drehen.

Regisseur Falcone vergisst seine anderen Darsteller

Und so ist in „How to Party with Mom“ (das ist der unsinnige deutsche Titel, der amerikanische heißt „Life of the Party“) McCarthys Figur Deanna Miles die einzige, die die Bezeichnung „Charakter“ verdient. Die anderen sind menschliches Drumherum. Sogar der männliche Comedian Chris Parnell, der unter Falcones Fuchtel überhaupt nicht komisch sein darf.

Worum es geht. Um Deanna, eine Mutter, die ihrer Tochter Maddie aufs Campus folgt, um ihren Abschluss nachzuholen, nachdem sie von ihrem fremdgehenden Gatten verlassen wurde. Die Mutter dreht auf, die Tochter (Molly Gordon) ist nicht amüsiert.

Zu wenig Lacher für eine Komödie

Es gibt fortan Party, Zickenkrieg, Beischlaf mit Jünglingen (von denen sich Deanna – nach dem langbärtigen Schuldirektor in Harry Potters Zauberschule – „Dumbledore“ nennen lassen muss) und bald ist Deanna das beliebteste Huhn im Studi-Stall. Klischees tanzen Tango, und der Zuschauer vermisst schon bald sein eigenes Lachen.

Das war auch bei Falcones anderen Melissa-Komödien „Tammy“ und „The Boss“ so. Die beiden sollten Berufliches und Privates trennen. Dienst ist Dienst, Schnaps ist Schnaps. Paul Feig („Brautalarm“) kann das Lustigsein mit Mrs. McCarthy deutlich besser.

Von Matthias Halbig / RND

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