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"Kultur hält Türen offen": Diskussion über Rolle der Kultur in schwierigen politischen Fragen

"Kultur hält Türen offen": Diskussion über Rolle der Kultur in schwierigen politischen Fragen

Wenn die Politik nicht weiterkommt - kann dann die Kultur diplomatische Dienste leisten? Wie schlägt sich auswärtige Kulturpolitik vor Ort nieder? Zwei von vielen Fragen, die am Dienstag in der Galerie für Zeitgenössische Kunst erörtert wurden.

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Die Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Karl-Tauchnitz-Straße 9-11 (Archivfoto).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Zum Thema diskutierten Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Franziska Zólyom, Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Jürgen Ernst, Direktor des  Mendelssohn-Hauses Leipzig, und der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist, Mitglied im Unterausschuss für "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik".

 Kultur und Kulturpolitik können in Konflikten Türen offenhalten. Das machte Johannes Ebert deutlich. Kultureller Austausch könne andererseits langfristig wirken und zu einem verbesserten Verhältnis zwischen Ländern beitragen. Die deutsch-israelischen Beziehungen etwa habe das Goethe-Institut als die größte Mittlerorganisation deutscher auswärtiger Kulturpolitik befördert. Konkrete Projekte dazu: Künstleraustausch, Stipendien, deutsch-israelische Theaterinszenierungen. Wichtig sei ein echter Austausch, also auch eine Rückkoppelung nach Deutschland, sagte Ebert. Hier gebe es noch Luft nach oben. Denn: Auch in einer sich gern als weltoffen darstellenden Stadt Leipzig sind Museen meist nur dann voll, wenn die Akteure von hier sind, so Galerie-Chefin Zólyom. Künstler aus dem Ausland hätten es schwer.

 Und was haben wir vor Ort von Auswärtiger Kulturpolitik? Eine Menge - durch die Zusammenarbeit des Goethe-Instituts mit deutschen Institutionen profitieren auch diese, erhalten Förderungen. Das Mendelssohn-Haus würde es ohne das Goethe-Institut gar nicht geben, betonte Ernst. Die Galerie für Zeitgenössische Kunst arbeitet mit dem Goethe-Institut zusammen. Und wer etwa als Stipendiat ins Ausland gehe, komme natürlich verändert zurück, sagte Feist und verwies auf einen umfangreichen, von der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik geförderten Austausch im Schulbereich, in den Wissenschaften, im Sport.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2015

Björn Meine

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