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Kultur Kunst vom Dachboden – Festung Königstein bekommt Riesen-Zeichnung
Nachrichten Kultur Kunst vom Dachboden – Festung Königstein bekommt Riesen-Zeichnung
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14:23 09.08.2014
Blick auf die Festung Königstein. (Archivfoto) Quelle: Dirk Laubner
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Dresden/Königstein

„Es gehört auf den Königstein“, erklärte Karin Sinkwitz, deren Familie die um 1860 entstandene übergroße Bleistift-Tusche-Zeichnung bisher besaß. Die Rentnerin kennt den „Schatz“ unter dem Dach seit ihrer Kindheit. Die Zeichnung habe, eingerollt in ein Tuch, wohl seit dem Hausbau 1874 dort gelegen. Im Frühjahr entschloss sich Sinkwitz, sie in den Bestand der Sammlung auf der Festung zu geben. Generationen ohne Bezug zu der darauf illustrierten Geschichte vom Pagenbett wüssten sie vielleicht nicht mehr so zu schätzen, begründete sie ihre Entscheidung.

Das 93,4 mal 124,5 Zentimeter große Bild zeigt, wie ein fürstlicher Page auf dem schmalen Sims eines Pavillons in der Festungsmauer hoch über dem Abgrund unsanft geweckt wird. Der Diener soll dort im 17. Jahrhundert nach einem Gelage eingeschlafen sein. Der Kurfürst ließ unbemerkt Seile um den Trunkenen werfen, damit er nicht abstürzt, und dann einen Tusch blasen - zur Belustigung der Hofgesellschaft. Danach befahl er, die Stelle Pagenbett zu nennen.

dpa

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