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Kultur Lachmesse-Mitbegründer Arnulf Eichhorn erhält „Leipziger Lerche“
Nachrichten Kultur Lachmesse-Mitbegründer Arnulf Eichhorn erhält „Leipziger Lerche“
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13:35 12.10.2017
Neujahrsempfang 2017 und Verleihung der "Leipziger Lerche" durch den Verein Gemeinsam für Leipzig e.V. an Arnulf Eichhorn am 27.01.2017. v.l.n.r.: Blumenmädchen Maria Brentrop, Burkhard Jung, Arnulf Eichhorn, Laudatorin Katrin Hart, Staatsminister Sebastian Gemkow, Matthias Reuschel. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Es wurde vielfach gelacht. Und wo auch sonst, wenn nicht am Freitagabend in der Kuppel der Leipziger Volkszeitung, wo ein Mitbegründer der Lachmesse gefeiert wurde – Arnulf Eichhorn, bis zum vergangenen Jahr Geschäftsführer des Leipziger Humor- und Satirefestivals, erhielt beim Neujahrsempfang des Vereins „Gemeinsam für Leipzig“ (GfL) die diesjährige „Leipziger Lerche“.

Jährlich geht die von Sparkasse Leipzig und Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen gestiftete und vom Leipziger Bildhauer Hartmut Klopsch gestaltete Trophäe an eine Persönlichkeit oder Gruppe, die sich um das Ansehen der Stadt verdient gemacht hat. Beim zwölften Mal an einen, der es eher gewohnt ist, selbst Preise zu übergeben: Eichhorn lässt seit der 1991 erstmals ausgerichteten Lachmesse Juroren den jeweiligen Preisträger des Leipziger Löwenzahns für das beste Programm ermitteln.

Scharf darauf, selbst im Mittelpunkt zu stehen, war der 65-Jährige nie. Seine Dankesrede spiegelt seinen Witz ebenso wie seine Uneitelkeit. Ihm scheint die Entscheidung des Vereins sowohl ein Beleg für den außerordentlich ausgeprägten Humor der Sachsen und vor allem der Leipziger zu sein, wie auch „ein Beleg dafür, welch starkes Gewicht die Satire in Politik und Gesellschaft heute einnimmt“, wie er sagt. Eichhorn hält ein Plädoyer für diese Kunstform, die unverzichtbar ist in einer Zeit, „in der gestrige und vorgestrige Kräfte aus ihren Löchern kriechen, ein vereintes Europa in Frage stellen, nationale Parolen tönen, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und was-weiß-ich-nicht-alles schüren“. Unnachahmlich, wie er seine Rede rustikal beendet – mit einem Luther-Zitat als säkulare Ermunterung, optimistisch zu bleiben: „Aus einem verzagten Arsch fährt nie ein fröhlicher Furz.”

Zuvor hielt Academixerin Katrin Hart – nach Begrüßung durch LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert und GfL-Präsident Mathias Reuschel sowie Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow – eine berührende wie treffende Laudatio auf Eichhorn, der seit über zweieinhalb Jahrzehnten hundertfach die Stars nach Leipzig holt und für die Leipziger Kabarettszene unverzichtbar ist: „Seine Unvoreingenommenheit und sein Urteilsvermögen werden genauso geschätzt wie sein Wissen und seine Klugheit“, so Hart.

Aufgehoben werden von ihr und Kollegen so manche Sprüche, die er en passant fallen lässt und von denen die Kabarettistin ein paar zitiert. Bei der Premierenfeier eines Kabarettprogrammes nach seiner Meinung gefragt, habe Eichhorn trocken geantwortet: „Ich habe nicht viel erwartet und wurde nicht enttäuscht.“

Mark Daniel

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