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Leben und Sterben in Leipzig: Trickfilm zur 1000-jährigen Ersterwähnung

Jubiläum Leben und Sterben in Leipzig: Trickfilm zur 1000-jährigen Ersterwähnung

Zum 1000-jährigen Jubiläum widmet Regisseur Schwarwel seiner Heimatstadt Leipzig einen besonderen Zeichentrickfilm, der im Dezember ausgestrahlt wird. 

Im Dezember erscheint der Zeichentrickfilm zur 1000-jährigen Ersterwähnung Leipzigs.

Quelle: Glücklicher Montag

Leipzig. „Leipzig von oben“ heißt der autobiografische Streifen, in dem der Comiczeichner Schwarwel sein Leben in dieser Stadt, 1000 Jahre nach der Ersterwähnung also 2015, beschreibt. Es geht aber auch um das Sterben in Leipzig, nachdem eine Person ihr ganzes Leben hier verbracht hat.

Schwarwel lässt sich als Autor des Zeichentricks begleiten. Während er sich mit der Recherche zur Stadtgeschichte und seinen Ideen und Ansätzen für den Film herumschlägt, ist er im Privaten in die häusliche Pflege und Betreuung seines sterbenden Vaters eingebunden. „Unversehens hatte ich plötzlich den Grundriss meiner Story zusammen. Ich wollte die Geschichte Leipzigs mit den Schicksalen in dieser Stadt und mit dem Entstehen und Vergehen, mit dem Leben und Sterben erzählen, mit dem Wechsel der Generationen und der Liebe zum Alltäglichen“, erzählt der Zeichner und Autor.

Im Film sitzt er in der elterlichen Küche, wo er die Nacht zwischen seiner Schreibarbeit am Laptop und dem Sterbebett seines Vaters im benachbarten Wohnzimmer verbringt. Dabei entspinnt sich in seinem Kopf eine Assoziationskette aus Erinnerungen, die neben dem Schmerz des Abschiednehmens auch immer die schönen, wichtigen und skurrilen Momente an Orten hervorbringt, die mit seinem und dem allgemeinen Leben in Leipzig fest verankert sind: das Völkerschlachtdenkmal, die Friedliche Revolution, das Gewandhaus, Mendelssohn Bartholdy, der Clara-Zetkin-Park und die Thomaskirche.

Der Autor lässt sich treiben in diesen Erinnerungen und Geschichten, die ihn mit seiner Familie und mit seinen Freunden ebenso verbinden wie mit Leipzig selbst, in dem er ebenso geboren wurde wie vor ihm sein Vater und nach ihm sein Sohn und sein Enkelsohn. Während der Arbeit am Drehbuch verstarb Schwarwels Vater.

Stilistisch wählen der Regisseur und das Produktionsteam von Glücklicher Montag eine handgemachte 2D-Animation, realistische Zeichnung der Charaktere und Handlungsorte und dazu die Musik des prägenden Gewandhauskapellmeisters Mendelssohn Bartholdy: „Mein Leipzig lob ich mir!“. Online sammelt das Studio in einem Crowdfunding-Projekt Geld für die Produktion des Films.

Im Dezember soll der Film im MDR ausgestrahlt werden.

agri

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