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"Leidenschaftlich sind wir ohnehin": Leipziger Band Pub'n'Steel über ihr Debütalbum

"Leidenschaftlich sind wir ohnehin": Leipziger Band Pub'n'Steel über ihr Debütalbum

Nachdem es die letzten Monate recht ruhig um die Leipziger Band Pub'n'Steel war, meldet sich das quirlige Quartett am Samstag mit dem Debütalbum "Leidenschaftlich Undbequem" und einer Record-Release-Party zurück.

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Haben ihre erste Platte in Göttingen produziert: Die Leipziger Markus Höppner, Tina Schmalfuß, Tim Rostalski und Martin Güther (von links).

Quelle: Büttner

Leipzig. Carolin Büttner hat Markus "Mahö" Höppner, Tina Schmalfuß, Tim Rostalski und Martin "Güttler" Güther getroffen und über ihr Erstlingswerk gesprochen.

Frage: Was besagt der Albumtitel "Leidenschaftlich Undbequem"? Ein Synonym für eure Band?

Mahö:

Ja, es ist mehr oder weniger ein Synonym für unsere Band. Im Grunde kommt der Titel von der Liedzeile "Weil wir mehr sind als nur schön, leidenschaftlich unbequem". Ursprünglich also eigentlich "unbequem", aber in einer Probe wurde daraus "und bequem". Das trifft es fast noch besser. In jeder Interpretationsmöglichkeit des Wortspiels finde ich einen Teil von uns wieder. Leidenschaftlich sind wir ohnehin und unbequem in vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel ist es für uns selbst gar nicht so einfach zu sagen, welchem Musikgenre wir uns zuordnen würden.

Wie verlief die Arbeit an der Platte?

Tina:

Obwohl sich alles sehr lang gezogen hat, war alles extrem knapp.

Mahö:

Im September 2012 sind wir das erste Mal nach Göttingen gefahren. Dort haben wir uns zunächst das Produzententeam sowie das Studio angeschaut. Im Grunde war da noch nicht einmal richtig klar, ob wir überhaupt miteinander arbeiten. Im November sind wir dann jedoch erneut für die Vorproduktion nach Göttingen gefahren. Wir haben unser komplettes Repertoire gespielt und eine Auswahl getroffen, welche Songs auf das Album kommen sollten. Zudem haben wir einige Lieder umarrangiert und den Produzenten bei den neueren Stücken Raum zum Ausproduzieren gelassen.

Tim:

Es brauchte etwa drei Monate, bis wir anschließend für die Aufnahmen ins Studio gingen.

Mahö:

Das war schon etwas ungewöhnlich und teilweise auch überraschend. Normalerweise erfolgen die Aufnahmen mit der kompletten Band. Da jedoch jeder von uns vorwiegend allein vor Ort war, mussten oft viele Entscheidungen, die den Song teilweise komplett umgekrempelt haben, im Alleingang mit Hilfe des Produzententeams getroffen werden.

Tim:

Insgesamt hat die Studioarbeit etwa ein halbes Jahr gedauert.

Zu eurer ersten Single-Auskopplung "Gewonnen" habt ihr ein spektakuläres Video gedreht. Wie war das?

Tim:

Wir wollten ein Video drehen, in dem wir alle aktiv werden und somit der Musik einen kleinen Extra-Akzent geben.

Tina:

Dazu haben wir uns mit Christian Hempel von der Traumfalter-Filmwerkstatt zusammengetan.

Tim:

Im Video wird Martin ein Herz eingepflanzt, das eine Spieluhr ist.

Mahö:

Die bildliche Umsetzung erfolgte im Stummfilm-Stil der 20er Jahre, was das Ganze noch spannender macht. Der Song ist eigentlich recht poppig, und mit dem Video wollten wir nochmals einen Gegenpunkt setzen.

"Im Stillen Kämmerlein": Kritische Worte an all die, die viel reden, aber am Ende nicht einmal annähernd offensichtlich gegen rechts vorgehen. Was wünscht ihr euch da von der Gesellschaft?

Güttler:

Die Zähne zeigt, wer's Maul aufmacht. Wir möchten, dass Leute aktiv werden, wenn sie merken, dass da etwas schief läuft. Es geht sicherlich auch um Bands wie Freiwild oder Böhse Onkelz, die - egal, was sie behaupten - ihren völkischen, nationalistischen Scheißdreck verbreiten, und auch um die, die diesen Bands hinterherrennen und behaupten: "Wir sind ja gar nicht rechts." Denn wenn sie dann Stellung beziehen sollen, hapert es in der Regel. Darum geht's in dem Song.

Mahö:

Jeder soll nach seinen Möglichkeiten etwas machen. Wir sind halt Musiker und machen Lieder, um die Leute aufzuwecken. Andere gehen auf Demos oder starten irgendwelche Aktionen.

YouMeU-Gewinn, lokale Emergenza-Siege: Ihr habt in eurer Bandgeschichte schon einige Erfolge einheimsen können. Inwiefern pushen sie eine Band?

Güttler:

Leider pushen sie einen nicht so, wie man es sich als Band erhofft. Der große Plattendeal oder Durchbruch bleibt meist aus. Jedoch wird man wahrgenommen und taucht in der Presse auf.

Tim:

Als kleine Band hat man zudem die Möglichkeit, auf guten Bühnen zu stehen und mit guten Technikern zusammenzuarbeiten.

Tina:

Aber da hört es schon auf.

Wohin wird euch die Reise mit Pub'n'Steel noch führen?

Tim:

Wir wollen uns vollständig auf die Band konzentrieren können und dies zu unserem Haupterwerb machen. Auf dass die Menschen noch viel Freude mit uns haben.

Pub'n'Steel, Vorbands: Bad Punchline, I Come From the Sun, Samstag, 20 Uhr. Noels Ballroom (Kurt-Eisner-Straße 43), Vorverkauf 7 Euro, Abendkasse 9 Euro

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.09.2013

Carolin Büttner

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