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Kultur Leipzig en miniature - Stadtmodell wird aufgehübscht
Nachrichten Kultur Leipzig en miniature - Stadtmodell wird aufgehübscht
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23:30 04.09.2014
Jutta Kreitz und Ulrich Becker von der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft kümmern sich um die Aufarbeitung des Leipziger Stadtmodells. Quelle: Wolfgang Zeyen

Bis zum Leipzig-Jubiläum 2015 soll das gute Stück gereinigt und aufgehübscht werden.

Dafür will die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft sorgen, die sich die Förderung des Stadtgeschichtlichen Museums zur obersten Aufgabe gemacht hat. Dort hat sie bereits viele Projekte gesponsert - darunter den Katalog zur Dauerschau "Moderne Zeiten". Nun will der Verein gut 30 000 Euro ausgeben, um das Stadtmodell reinigen zu lassen und Besuchern besser zu erklären.

"Es wird ein Leuchtensystem geben, damit wichtige Gebäude mit Strahlern markiert und ausgeleuchtet werden können, ohne in das historische Modell einzugreifen", kündigt Ulrich Becker an, der erneut zum Vorsitzenden der 1996 gegründeten Hieronymus-Lotter-Gesellschaft gewählt wurde. Als Stellvertreterin stehen ihm Jutta Kreitz, als Schatzmeister Falko Schneider zur Seite. "Uns liegt es sehr am Herzen, wie Leipzig sich präsentiert und nach außen wirkt. Deshalb möchten wir dem Museum helfen, seine Sammlungen und Ausstellungen zu pflegen und zu erweitern", ergänzt Kreitz.

Der Gesellschaft gehören etwa 160 Mitstreiter an, ein Drittel davon wohnt außerhalb Leipzigs. Die Gesellschaft unterstützt das Museum beim Erwerb von Sammlungsstücken, der Restaurierung und Konservierung von Kunstgut und lädt auch regelmäßig zu Vorträgen und Veranstaltungen ein. Jeden ersten Montag im Monat trifft sich um 19.30 Uhr der sogenannte Lotter-Tisch im Restaurant "Das Alte Rathaus".

Das Stadtmodell ist übrigens ein Glanzstück von europäischem Rang. Es steht seit der Eröffnung 1909 im Museum. Zur Ostermesse 1820 wurde das Kunstwerk erstmals vorgestellt - damals war es allerdings noch nicht ganz fertig. 1823 ging Merzdorf damit sogar auf Reisen. Zur Vorbereitung des Baus hatte er vom Wiener Geodäten Michael Putz sämtliche 1422 Häuser und Höfe - einschließlich jener der Vorstädte - vermessen lassen, so dass ein akribisches, maßstabsgetreues Abbild Leipzigs in jener Zeit entstand. Auffallend ist für den Betrachter vor allem die dichte Bebauung des Stadtkerns, in dem damals knapp 22 000 Bürger wohnten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2014

Mathias Orbeck

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