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Leipzig soll wieder Hauptstadt des Honky Tonk werden - 2013er-Auflage mit mehr Lokalbands

Leipzig soll wieder Hauptstadt des Honky Tonk werden - 2013er-Auflage mit mehr Lokalbands

Neuer Durchlauf für das Honky Tonk: Veranstalter Dominik Brähler und seine Blues Agency wollen das Musik- und Kneipenfestival im kommenden März zum 20. Mal stemmen – mit bewährtem Konzept und mehr Besuchern.

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Mambo Kurt beim Honky Tonk 2012 im Leipziger Flower Power: Auch in diesem Jahr soll das Kneipenfestival wieder mehrere tausend Besucher anlocken.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Als Zugpferde sollen vornehmlich lokale Band- Matadoren vor den Festival-Karren gespannt werden. Auch, um Leipzig wieder als Honky-Tonk-Hauptstadt zu etablieren.

Dominik Brähler glaubt an das Honky Tonk, an die Stadt und ihr Potenzial. „Es ist das Leipzig-Festival“, betont der Blues-Agency-Geschäftsführer, „dem wollen wir auch gerecht werden.“ Ein Anspruch, so ambitioniert wie hehr. Zumal Brähler seinen eigenen Worten zufolge jedes Jahr fast 40 Städte in ganz Deutschland mit dem Honky Tonk bedient. 2013 ist zum ersten Mal auch Dresden mit dabei. Nichtsdestoweniger steigt die Livemusik-Veranstaltung seit 1994 in Leipzig – wenn auch mit einer Unterbrechung zwischen 2006 und 2009, als die Gastroszene explodierte und die Luft allmählich raus war.

Die Szene habe sich seither sehr verändert, meint Brähler. Er wittert genau darin die Gelegenheit, dass das Honky Tonk in Leipzig wieder wachsen kann. „Wir haben hier keinen Mangel an qualitativ hochwertigen Bands, aber es ist heutzutage nicht so einfach für die Musiker, voranzukommen“, erklärt der Veranstalter. In eben diese Kerbe will die Blues Agency hauen. Zwar werden auch Bands von außerhalb in diesem Jahr wieder beim Honky Tonk auftreten. Der Akzent liegt aber ganz klar auf Leipziger Eigengewächsen: Laut Brähler soll eine Quote zwischen 70 und 80 Prozent an einheimischen Bands auf den Bühnen in der Stadt zu sehen sein.

Verschiedene Band-Initiativen sitzen deshalb mit im Festival-Boot. Damit auch unbekannte, talentierte Künstler „die Chance haben, vor voller Hütte zu spielen“, so Brähler. Großartige Änderungen am altgedienten Fahrplan sind dabei nicht vorgesehen. Im Gegenteil: „Wir bleiben unserem Konzept treu“, gibt Brähler zu verstehen. Bedeutet: Nach wie vor gibt es ein Ticket für eine Nacht in etlichen Leipziger Lokalitäten. „An die 45 Bands werden auftreten, 35 Spielorte stehen schon fest“, verrät Brähler. Während die Blues Agency beim jüngsten Honky Tonk 8500 zahlende Gäste verzeichnete, gibt sich Brähler zuversichtlich, „dass wir in diesem Jahr an die 10 000 Besucher herankommen.“ Gemessen an früheren Festival-Ausgaben ist das durchaus überschaubar. Zu Spitzenzeiten verbuchte das Honky Tonk rund 40 000 Gäste in mehr als 100 Kneipen und Clubs der Stadt, wo etwa 130 Bands aufspielten. „Jetzt sind wir auf den Nachwuchs angewiesen“, räumt Brähler ein.

Um möglichst viel Publikum zu ziehen, setzt der Veranstalter nun darauf, möglichst viele populäre Musikstile abzudecken: von Rock, Country und Indie bis hin zu Reggae und Salsa. „Es soll auch gediegenen Jazz geben für Leute, die nicht unbedingt auf den Tischen tanzen wollen“, fügt Brähler hinzu. Als „geheimen Top-Act“ kündigt der Organisator Tobias Künzel an. Der Prinzen-Frontmann soll aber nicht singen, sondern begleitet von seiner Londoner Kombo „Ruff As Stone“ im Beyerhaus am Schlagzeug sitzen. „Wir sind schließlich das Festival der handgemachten Musik“, kommentiert Brähler Künzels anstehende Einlage.

Das Honky Tonk Festival steigt in diesem Jahr am 23. März. Der exklusive Kartenverkauf zum „Early Bird“-Preis von zehn Euro pro Stück startet am 4. Februar im LVZ-Media Store in den Höfen am Brühl. Ab dem 25. Februar gibt es Tickets in allen Vorverkaufsstellen der LVZ zum Preis von zwölf Euro. Am Festival-Tag selbst sind Karten für 14 Euro an den Abendkassen der Veranstaltungsorte erhältlich.

Felix Kretz

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