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Leipziger Bildermuseum zeigt Papst-Portrait - Maler Michael Triegel im Video-Interview

Leipziger Bildermuseum zeigt Papst-Portrait - Maler Michael Triegel im Video-Interview

Seit Monaten verursacht der Name Michael Triegel Neugierde. Der 1968 in Erfurt geborene Maler im Jahr 2009 den Auftrag, ein Portrait von Papst Benedikt XVI. anzufertigen.

Leipzig. Nach einer Reise nach Rom, vielen Studien und Vorarbeiten wurde das Bild der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist das Herzstück der Ausstellung "Verwandlung der Götter" im Museum der bildenden Künste.

Ernst und nachdenklich trifft der Blick von Papst Benedikt XVI. den Betrachter. Der 41-Jährige Treigel schuf das Portrait des Heiligen Vaters im Auftrag der Diözese Regensburg. Sie gestattete, das Werk zuerst in der Heimat des Malers zu zeigen, bevor es dann nach Regensburg kommt.

"Mein Ziel, mein Wunsch war es, keine Ikone zu malen", sagte Triegel auf einer Pressekonferenz anlässlich der Ausstellungseröffnung am Freitag. In seinem Atelier habe er versucht auszublenden, dass er den Papst und damit "2000 Jahre Christentum und 500 Jahre Kunstgeschichte" male. Letztendlich kann er zufrieden mit seiner Arbeit sein, denn der Papst habe das Werk "abgesegnet".

Der in Leipzig lebende und arbeitende Künstler ist selbst kein bekennender Christ, beherrscht Mal- und Mischtechniken, die heute vielleicht als antiquiert gelten mögen, aber die vor allem aktive Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte voraussetzen.

Sein Oeuvre umfasst Stillleben sowie Arbeiten mit mythologisch-heidnischen Themen. Ein besonderes Augenmerk legt der ehemalige HGB-Meisterschüler in vielen Werken aber auf christlich-heilsgeschichtliche Themen. Damit unterscheidet sich der Träger des deutschen Kunstpreises der Raiffeisenbanken (1996/97) von vielen seiner Kollegen.

In Regensburg sei man auf den Vertreter der Neuen Leipziger Schule. vor allem durch sein "sehr naturnahes" Gemälde einer Äbtissin aufmerksam geworden, berichtete Hermann Reidel vom Diözesanmuseum. 2009 wurde dann der Auftrag erteilt, den Papst zu malen. Eine Porträtsitzung mit Benedikt XVI. konnte nicht organisiert werden, aber Triegel fuhr zu einer Generalaudienz nach Rom.

Das Leipziger Museum der bildenden Künste stellt unter dem Titel "Verwandlung der Götter" neben dem bereits durch die Medien gegangenen Portrait, das Papst Benedikt XVI. zeigt, noch andere 65 Arbeiten des Künstlers aus. Auch der Entstehungsprozess des berühmten Portraits wird nachvollziehbar gemacht, in dem das Haus am Brühl auch sämtliche Studien und Vorarbeiten des Gemäldes zeigt.

Der einem Bild Triegels entlehnte Titel der Schau betone, wie das Museum mitteilte, die Besonderheit des Künstlers: Auf den ersten Blick scheine "wie bei einem alten Meister alles schon dagewesen". Bei einem genaueren Blick auf Triegels "verwandelnden Handschrift" bleibe indessen "nichts so, wie es war."

Die Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers, den das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche als "mein Raphael" bezeichnete, eröffnet am 27. November um 18 Uhr.

Bis zum 6. Februar 2011 kann die Schau im Museum der bildenen Künste Leipzig besucht werden.

Holger Günther

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