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Kultur Leipziger Böhm-Schwestern veröffentlichen ihr zweites Kinderbuch
Nachrichten Kultur Leipziger Böhm-Schwestern veröffentlichen ihr zweites Kinderbuch
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16:01 15.03.2016
Veröffentlichen bereits ihr zweites Kinderbuch: Andrea (links) und Lee Böhm.   Quelle: Matthias Puppe
Leipzig

 Der erste Streich war schon ein Renner, der zweite erscheint nun pünktlich zur Buchmesse: Die beiden Schwestern Lee und Andrea Böhm aus Leipzig bringen wieder gemeinsam ein Kinderbuch heraus. „Der schlaue Pelikan und der Zauberfisch“ ist eine wunderschön illustrierte Geschichte über einen kranken Wasservogel, der einem Braunbären dessen Anglerbeute streitig machen möchte. Es wird ihm gelingen, soviel kann schon verraten werden.

So wie bereits beim Vorgängerwerk „Der kleine Spatz und das Ungeheuer“, das genau vor einem Jahr als erstes Buch der Böhm-Damen für Furore sorgte, ist das neue Druckwerk wieder in absoluter Eigenregie und mit jeder Menge Liebe zum Detail entstanden. „Das besondere gegenüber anderen Kinderbüchern ist ja: Wir haben es hier in Leipzig erdacht, gestaltet, produziert und veröffentlichen es nun auch in unserer Stadt“, sagt Lee Böhm.

Unterstützung für dieses – in Zeiten preiswerter asiatischer Buchbinderei –außergewöhnliche Vorgehen fand das Geschwisterpaar bei der Druckerei Pöge. „Die Zusammenarbeit war wunderbar: Wir sind immer dabei, wenn gedruckt wird, können dort sogar mit in die Produktionsräume hinein und dabei zuschauen“, sagte Lee.

Die Geschichte vom schlauen Pelikan stammt von Schwester Andrea, die sonst als Politologin beim Bildungswerk Sachsen arbeitet. „Als Kind habe ich in der Schule schon immer Geschichten geschrieben. Meinen Mitschülern gefielen die sehr, so dass ich irgendwann dachte: Das könntest Du später auch machen.“ Es sollte allerdings noch Jahre dauern, bis es tatsächlich dazu kam.

Die Initialzündung für den Einstieg ins Kinderbuchmetier lieferte eine Malerei-Ausstellung von Schwester Lee in der Uni-Kinderklinik. Während Andrea den Patienten Geschichten vorlas, zeichnet Lee am Polylux dazu passende Bilder. „Die Reaktionen waren überwältigend, die Eltern fragten, wo man unsere Bücher kaufen kann und wollten sogar die Folien mitnehmen“, erinnert sich die Malerin.

Illustrationen mit popkulturellen Referenzen

Die HGB-Meisterschülerin und frühere Sängerin (Westwerk, Save As Music) ließ sich nicht lumpen, zeichnete erst für den Spatzen und nun für den Pelikan detailreiche Bilder – in denen mitunter auch popkulturelle Persönlichkeiten zu finden sind: „Als David Bowie starb, war ich so ergriffen, dass dieser tolle Musiker nun nicht mehr ist. Da musste er einfach auch in unser Buch mit rein“, erzählt Lee. Auch für Maler-Kollege Neo Rauch, die Zeichentrick-Serie „Futurama“ oder den Youtube-Star Gronkh lassen sich nun Referenzen in Böhms Bildern finden.

Finanziert haben die Schwestern ihr neuerliches Kinderbuch mit dem Erfolg des ersten. Bestenfalls soll das auch für weitere Ausgaben so klappen, sagt Andrea. Unter anderem liege schon die Story vom „Huhn Angelika“ in der Schublade. Bis es soweit ist, bleibt aber der schlaue Pelikan bei den Böhm-Damen Hauptdarsteller. So auch ab Donnerstag an ihrem Stand auf der Leipziger Buchmesse (Halle 3, F528/530). Verfehlen wird man die Dependance nicht können: Im vergangenen Jahr bildeten sich dort Menschentrauben, standen Eltern, Omas, Kinder und Lehrerinnen an, um ein Exemplar zu ergattern.

http://www.boehm-und-boehm.de/

Von Matthias Puppe

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