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Kultur Leipziger Designers’ Open ausgebucht – frische Ideen fürs Festival
Nachrichten Kultur Leipziger Designers’ Open ausgebucht – frische Ideen fürs Festival
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10:17 28.09.2017
Die Fashionshow gehört zu den Highlights der Designers’ Open in Leipzig.  Quelle: Leipziger Messe / Tom Schulze
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Leipzig

 Es soll ein Design-Festival werden für Leipzig, mit Mode, Möbeln und Virtual Reality, mit Performances und Modenschauen und Ausstellungen an Hotspots in der Stadt. Und gleichzeitig ein Event der Kreativen, die mit Geschäftsideen auf interessierte Macher aus der Handwerk und Wirtschaft stoßen: Vom 20. bis 22. Oktober öffnen die Designers Open (DO) in der Kongresshalle ihre Pforten. Schon jetzt brummt der Laden. „Jeder Quadratmeter ist ausgebucht. Wir haben Wartelisten“, sagte Projektdirektorin Ulrike Lange vom Veranstalter Leipziger Messe gegenüber LVZ.de.

Mit dem Umzug in die Kongresshalle kletterte 2016 die Zahl der Besucher auf 17.500. „Die Citynähe hat da sicher einiges bewirkt“, sagt Lange. Doch am Ende komme es auf das Zusammenspiel von Angebot, Programm und Ausstellung an. Und da setzt die DO 2017 überraschende Akzente.

Neuer Partner für die Fashion-Show

Ansehen, anfassen, anprobieren. Für die Anhänger ausgefallener Mode und gefragter Labels ist die Area DO/Fashion & Accessories das Land der Versuchung. Die zentrale Fashion-Show „Butterfly Effect“ wurde diesmal erstmals ausgeschrieben, und daraus ging die Leipziger Vitruvius Hochschule als Partner hervor. Zweimal zeigen die Jungdesigner Christian Reiche, Luisa Heinrich, Obakeng Döler und Christiane Lieser ihre Kollektionen auf dem Laufsteg: Die Vernissage ist für geladene Gäste, am DO-Samstag ist die Fashion-Show offen. Die Messe verspricht Ungewöhnliches und Provokantes.

Kollektion Luisa Heinrich. Quelle: Luisa Heinrich

Ebenfalls neu und großes Kino für Design und Kunst: Die Bühnen in den Sälen der historischen Kongresshalle werden nun zum Schauplatz für Performances. Alexandra Börner, Absolventin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, bringt ihre Tanz-Kreation „Der Eisdealer“ nach Leipzig, in der Gewand und Verwandlung im Mittelpunkt stehen. Charlie Fouchier vom Leipziger Theater Lofft spielt in seiner Aufführung „OS22“ mit Kostüm und Körperkunst.

Business-Speeddating

Publikumsmagnet auf der einen, Branchentreff mit mehr als 200 Ausstellern auf der anderen Seite, so tickt die DO auch 2017. In diesem Jahr soll der Kontakt zwischen Gestaltern und Machern spielerischer und intensiver werden. „Die Designer wollen mehr als eine Plattform für Produkte“, schildert Ulrike Lange. Beim ersten Business-Speeddating treffen 15 Kreative im Sechs-Minuten-Takt wechselnd auf Vertreter aus Handwerk und produzierendem Gewerbe. Beschnuppern, staunen, verwerfen oder punkten – eine Sache des Augenblicks. Danach gibt es dann Zeit fürs Netzwerken. Das Event entsteht in Kooperation mit Handwerks-, Industrie- und Handelskammer sowie dem Sächsischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft. Zweite Chance für Erfinderische mit Produkten, die die Welt verbessern, ist der neu ins Leben gerufene „Pitch“. Im Vorfeld der Designmesse wählen Experten acht herausstechende Bewerber aus. Diese stellen im Oktober ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen einer Fachjury vor, Tipps für die Markteinführung inklusive.

Spots und Shuttle-Service

Westbad Leipzig – einer von sechs DO / Spots in diesem Jahr. Quelle: Leipziger Messe

Das Herz der Kreativmesse ist die Kongresshalle, doch zur Seele gehören die DO-Spots in der Stadt dazu. Da heißt es in diesem Jahr: Weniger ist mehr, statt bis zu 30 gibt es diesmal lediglich sechs weitere Ausstellungsorte. „Wir haben Locations gewählt, die das ganze Jahr Design entwickeln, wo es gelebt wird und wo es zu Hause ist“, so Lange. Das Tapetenwerk wird temporär Heimat für das Thema Architektur, mit Kunstkraftwerk und Westwerk und Westbad sind weitere Veranstaltungs- und Kunstorte der lebendigen Leipziger Szene vertreten. In der City setzt die DO auf Bewährtes mit dem Atelier Hermeling und Schreckenberger in den Höfen am Brühl und nimmt mit den „Schwizern in Leipzig“ ein innovatives Wohnatelier-Projekt im Waldstraßenviertel ins Programm auf.

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Grassimesse zeitgleich

Praktisch ist der neue Shuttleservice ab Kongresshalle zu den Spots in der Stadt. „Wir wollen den Gästen in Leipzig ein großes Designwochenende bieten“, sagt Lange. Dass zeitgleich wieder die traditionelle Grassimesse für angewandte Kunst und Design stattfindet, dürfte für die Besucher mehr als ein Sahnehäubchen sein.

Designers’ Open, 20.-22. Oktober 2017, Kongresshalle am Zoo Leipzig, Öffnungszeiten Fr 12-18 Uhr, Sa 10-19 Uhr, So 10-18 Uhr. Grassimesse im GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11, Fr, Sa 10-19 Uhr, So 10-18 Uhr. Festival-Dauerticket für beide Veranstaltungen plus Upcycling-Messe ’Echt Alt’ im Kunstkraftwerk: 19,50 Euro.

Von Evelyn ter Vehn

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