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Leipziger Künstler Peter Piek stellt in den Cammerspielen sein Album „+“ vor

Konzert Leipziger Künstler Peter Piek stellt in den Cammerspielen sein Album „+“ vor

Neben der bildenden Kunst und dem Schreiben beschäftigt sich Peter Piek auch mit Popmusik und hat im Dezember zwölf neue Songs herausgebracht, die nachdenkliche Texte mit leichtem Electro-Pop verbinden.

Peter Piek, 35, reist und tourt gern und viel. Hier ist er in Alaska.

Quelle: PR

Leipzig. Malerei, abstrakte Installationen, poetische Texte und jetzt das fünfte veröffentlichte Album – der junge Wahlleipziger Peter Piek lebt seine künstlerische Ader in alle möglichen Richtungen aus. Auf der neuen Platte mit dem Titel „+“, die im Dezember erschienen ist, finden sich zwölf Songs, deren Texte der Musiker selbst verfasst hat. Wer zuvor schon einmal ein Foto von dem hochgewachsenen Künstler gesehen hat, wird vielleicht überrascht sein von der Zartheit und Leichtigkeit seiner beinahe mädchenhaften Stimme. Doch das ist wohl das Markante, das Peter Piek Wiedererkennungswert verleiht.

Melodisch und textlich gesehen lehnt sich Piek dagegen nicht weit aus dem Fenster. Die ersten beiden Nummern sind eingängiger Pop, untermalt mit Klavierakkorden und aufgelockert durch E-Gitarrenklänge. In „The Sweetest Thing Around“ bekommt man erste Anklänge an Electro-Pop zu hören, die dem etwas seichten Text mehr Tiefe verleihen.

Im Allgemeinen verwendet der geborene Chemnitzer kurze Sätze, die im Englischen prägnant klingen, im Deutschen aber plump wirken würden. Seine Texte lassen viel persönlichen Auslegungsspielraum und befassen sich mit nachdenklichen Themen – „Who Are You“ wirft zum Beispiel die Frage auf, inwieweit man einen nahestehenden Menschen überhaupt (er)kennen kann.

Während die mittleren Songs ruhiger und klavierlastiger sind, dreht der 35-Jährige mit seinem letzten Song den Electro-Anteil noch etwas auf und verhindert so, dass die Platte zu leise dem Ende entgegenplätschert, und schließt mit „No One Could Have Hoped For A Better End“ sein Album mit mehr klanglicher Substanz.

Seine Verbindung zur Malerei wird mit einem Blick auf das Albumcover sofort deutlich: Peter Piek verzichtet darauf, sich selbst abbilden zu lassen, sondern lässt seine Kunst für die Musik sprechen. Farbenfroh, abstrakt und zentriert ungeordnet hat er den Inhalt seines Albums mit waagerechten Pinselstrichen und Klecksen festgehalten.

Der Allround-Künstler liefert mit dem neuen Album ein Stück Popmusik, das in manchen Teilen zwar auf arg unkomplizierte Versatzstücke setzt, aber auch vor allem durch seine außergewöhnliche Stimme punktet und eine ruhige, leichte Stimmung transportiert.

Das Album „+“ ist bei PPZK erschienen. Peter Piek präsentiert es am Freitag, 21 Uhr, in den Cammerspielen (Kochstraße 132), Vorprogramm: Jon Lupus, Eintritt 10/6 Euro; www.peterpiek.com

Von Katharina Stork

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