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Leipziger Malerpaar Loy/Rauch stellt gemeinsam in Österreich aus - lang gehegter Wunsch

Leipziger Malerpaar Loy/Rauch stellt gemeinsam in Österreich aus - lang gehegter Wunsch

Mystisch und romantisch, auch ein bisschen unheimlich - „Hinter den Gärten“ ist der Titel der ersten gemeinsamen Ausstellung der Leipziger Künstler Rosa Loy und Neo Rauch in der Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien: „Dort beginnt das Irrationale, Geheimnisvolle“, sagen Loy und Rauch.

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Rosa Loy und Neo Rauch. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Wien. Genau darum geht es ihnen: „Geheimnisse müssen sein. Sie sind Bestandteil des romantischen Konzepts, das wir leben. Wir arbeiten an der Wiederverzauberung der Welt“, erklärte Neo Rauch bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Schau, die bis zum 16. November zu sehen ist.

Diese Wiederverzauberung geschieht dabei nicht auf heitere, offenkundige Weise, wie in der Ausstellung deutlich wird. Unheimliches und Rätselhaftes bestimmt die Atmosphäre. Daneben ist es die Vielschichtigkeit der Bilder, die den Stil beider Künstler prägt: Jedes Bild verbirgt unzählige Geschichten, die als Rätsel erscheinen und die scheinbare Klarheit der Darstellung unterlaufen.

Doch während Neo Rauch seine großformatigen Motive mit leuchtenden, wie er selbst sagt, „fetten Ölfarben“ auf die Leinwand bringt, benutzt Loy meist Kaseinfarben und erzielt damit feinere Effekte: „Schmetterlingsstaub“ nennt es ihr Partner.

Rauchs kraftvolle Bilder entstehen aus einer Verbindung von Sozialistischem Realismus, klassischer Malerei und surrealen Elementen. Das eingangs gezeigte monumentale Werk „Das alte Lied“ von 2006 etwa verweist mit martialischen Männergestalten auf realsozialistische Arbeiter-Posen, Blut und Messer skizzieren ein unerklärtes Gewaltszenario, kreisel- und spindelhafte Objekte bohren sich rätselhaft ins Geschehen.

In Loys mittelformatigen Darstellungen begegnen dem Betrachter viele Frauenfiguren, häufig als Doppelgänger- oder Zwillingsmotiv. Zarter im Auftrag und feiner in der Linienführung, greift sie oft auf mythologische Stoffe, aber auch auf eigene Erlebnisse und Erinnerungen zurück. „Mut zur Schönheit zu haben, ist Bestandteil meiner Arbeit“, sagt Loy. Doch wie bei Rauch erscheint die formale Schönheit nur als Mittel, das bedrohliche Elemente umso beunruhigender wirken lässt.

„Eine gemeinsame Ausstellung zu gestalten, war schon lange ein Wunsch von uns“, erklärte Rauch. Er hofft auch auf eine neue Wahrnehmung der Arbeit seiner Partnerin. „In Deutschland herrscht ein seltsamer Machismo in Bezug auf Kunstwahrnehmung“, meinte der Künstler. „Dies führt dazu, dass Kollegin Loy schnell überblättert wird, im Sinne von „ach, das ist die Frau, die malt auch“.“

Mit ihrer Gestaltung der Schau ermöglichen die Künstler dem Betrachter nun Beides: Sowohl die Künstler als eigenständige Persönlichkeiten kennenzulernen als auch das Verbindende und Gemeinsame zu entdecken.

Irmgard Rieger, dpa

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