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Kultur Leipziger Medienpreis an Filmemacher und Journalisten vergeben
Nachrichten Kultur Leipziger Medienpreis an Filmemacher und Journalisten vergeben
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21:14 08.10.2015
Jafar Panahi darf offiziell nicht mehr arbeiten - die iranische Regierung hat gegen ihn ein jahrzehntelanges Berufsverbot verhängt. Quelle: dpa
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Leipzig

Der Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien geht in diesem Jahr an den iranischen Filmemacher Jafar Panahi und den türkischstämmigen Journalisten Nedim Sener. Beide sind mit ihrem Wirken im Iran und der Türkei mit der Obrigkeit in Konflikt geraten und saßen im Gefängnis.

Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert. Er wird jedes Jahr am 8. Oktober - dem Vorabend des Tages der Friedlichen Revolution - in Leipzig verliehen. Panahi ist einer der bekanntesten iranischen Regisseure. Sein Film „Taxi Teheran“ wurde 2015 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Wegen Kritik an der Regierung sei er 2010 zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt worden, teilte die Leipziger Medienstiftung mit.

Der Journalist Sener gelte in der Türkei als Terrorist. Wegen des Vorwurfs der Verschwörung gegen Präsident Erdogan saß er mehr als ein Jahr in Haft.

Der Leipziger Medienpreis wird seit 2001 von der Medienstiftung der Sparkasse verliehen. Er würdigt das Engagement von Journalisten, Verlegern und Institutionen, die sich für die Freiheit der Medien einsetzen. Zu den früheren Preisträgern gehörten Anna Politkowskaja, Glenn Greenwald oder Seymour Hersh.

LVZ

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