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21:31 21.08.2014
Robby Neugebauer mit den Montagsmalerinnen Gisela Kolbe, Edith Czech, Marion Kupfer, Rosemarie Hummel und Anett Schiller (von links). Quelle: André Kempner

Robby Neugebauer, einst Student an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und Schüler von Professor Arno Rink, hat als künstlerischer Leiter der Montagsmalerinnen viel weiterzugeben an die Gruppe Wiederitzscher Damen, die demnächst ihr fünfjähriges Bestehen feiert.

Begonnen hat alles im September 2009, als das Kulturamt im Leipziger Ortsteil einen kreativen Zirkel gründen wollte. Rund 20 Leute kamen zum Schnupperkurs, vier blieben bis heute dabei. Anett Schiller, Edith Czech, Rosemarie Hummel und Gisela Kolbe können sich mittlerweile ein Leben ohne den montäglichen Treff nicht mehr vorstellen. Im vergangenen Jahr kam dann noch Hausfrau Marion Kupfer dazu, die ebenfalls mit Leidenschaft der Malerei frönt. Der studierte Kunstmaler Robby Neugebauer findet auch für den Neuling lobende Worte: "Sie hat sich gleich auch an schwierige Techniken herangetraut - mit guten Ergebnissen!" Doch auch die anderen Damen hätten über die Jahre viel an Selbstständigkeit gewonnen, würden ihre Arbeiten gegenseitig mit kritischem Blick beurteilen, was jede von ihnen voranbringt. Der Erfahrungsaustausch untereinander bringe gegenseitige Impulse, die auch Hemmungen vor der einen oder anderen Technik abbauen.

Vor allem im Sommer gehen sie gemeinsam auf Motivsuche. "Allein drei Mal waren wir in den letzten Jahren in der Schladitzer Bucht, haben aber auch auf der Neuen Messe Skizzen angefertigt", erzählt Gisela Kolbe, die vor ihrem Ruhestand als Controllerin tätig war. Die Montagsmalerinnen waren auf Entdeckungsreise im Rosental, im Regenwaldmuseum Phyllodrom oder auch in ihrem Ortsteil Wiederitzsch. Die meisten der Bilder zeigen Details der Stadt Leipzig und ihrer näheren Umgebung. Auch Themen aus dem privaten und selbst dem beruflichen Umfeld werden einbezogen, so zum Beispiel der Kulturhafen Riverboat in Plagwitz, für den Anett Schiller als Managerin arbeitet. "Wir alle haben das Gebäude gezeichnet, doch jedes Bild sah anders aus", so die ehemalige Bibliothekarin Edith Czech, die damit die künstlerische Individualität jeder Kursteilnehmerin deutlich machen möchte. Viele der Skizzen, die in der warmen Jahreszeit angefertigt werden, dienen im Winter als Vorlagen für Aquarelle oder Acrylmalerei. Diese Bilder entstehen dann im Begegnungszentrum Wiederitzsch, wo die Gruppe dank der Unterstützung des Ortschaftsrates, speziell des Ortsvorstehers Andreas Diestel, ein großes, helles Zimmer samt benachbartem kleinen Lagerraum nutzen kann.

Zwischen den fünf Montagsmalerinnen ist eine enge Freundschaft entstanden, die weit über ihr gemeinsames Hobby hinausgeht. So besuchen sie sich gegenseitig im Garten oder feiern gemeinsam Geburtstage. Zusammen mit Robby Neugebauer bereiten sie jetzt die nächste Ausstellung vor - sie wird in der Geschäftsstelle der Barmer in der Ludwig-Erhard-Straße 49 zu sehen sein.

Übrigens: Wer Spaß am Malen in netter Gesellschaft haben möchte, kann sich montags ab 16 Uhr im Wiederitzscher Begegnungszentrum in der Delitzscher Landstraße 38 einfinden - die Montagsmalerinnen freuen sich auf Verstärkung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2014

Andrea Richter

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