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Kultur Leipziger Musik-Verein startet wieder durch und fördert begabte Nachwuchsmusiker
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23:59 26.03.2015
Leipzig

Nun geht es munter weiter, für den 29. März, 18 Uhr, ist der Auftritt eines Streichduos samt Oboentrio im Ägyptischen Museum angesagt. Im Rahmen des Bachfestes (20. Juni) werden junge, mit dem LMN verbundene Nachwuchsmusiker traditionell wieder Wandelkonzerte in den City-Passagen anbieten.

Und wie schon in den Jahren zuvor, will der LVN viele dieser musikalischen Offerten auch 2015 wieder eintrittsfrei und nichtöffentlich den Bewohnern von sozialen Einrichtungen schenken, wie Vereinsvorsitzende Steffi Junhold erzählt.

Das Konzept, vom Namensgeber Yehudi Menuhin 1977 in London entwickelt, ist bekanntlich zum Nutzen aller Beteiligten angelegt: Zum einen erhalten - um in Leipzig zu bleiben - ausgewählte, begabte Nachwuchsmusiker der hiesigen Hochschule für Musik und Theater vom Verein ein Förderstipendium. Aktuell sind es 63. Gekoppelt ist daran ihre Bereitschaft, dem Verein jährlich bei der Realisierung seiner Gratiskonzerte zu helfen. Wobei sich ihnen Auftrittsmöglichkeiten mit unterschiedlichsten Herausforderungen bieten: Mal gilt es sich auf eine spezielle Zuhörerschaft in einem Hospiz, mal in der Psychiatrie, mal in Obdachlosen-, Behinderten- sowie Altenheimeinrichtungen oder auf Kinderklinikstationen einzustellen.

Zum anderen kann ein bestimmtes Publikum bei dieser Sache gratis genießen, was es sonst nicht genießen könnte. "Wir bringen Musik zu Menschen in der Stadt, die aus verschiedenen Gründen keinen Konzertsaal besuchen können", bringt es Junhold auf den Punkt. Allein im Vorjahr geschah dies 48 Mal. Es sei eine Mammutaufgabe, solche Konzerte vorzubereiten, merkt die Vereinschefin an. Von den 15 LMN-Mitgliedern würde sich fast die Hälfte dafür als so genannte Konzertbetreuer ins Zeug legen. "Sie knüpfen die Kontakte zu den Einrichtungen, loten die Örtlichkeit für Musiker und Instrumente aus, organisieren einfach alles", so Junhold.

Ina Lipp etwa machte im Vorjahr den Job unter anderem im Betreuten Wohnen Brüderstraße. Die Stipendiaten Berivan Kernich und Laura Wisniewski boten dort Jazz, Musicalmelodien und Chansons. Bei letzteren hätten einige Bewohner schon mal mitgesummt, "Als das Lied ,Bei mir bist du schön' erklang, stand dann gar ein über 80-Jähriger auf, nahm sich nach Art eines alten Kavaliers eine Pflegeschwester und tanzte, ganz in Erinnerung schwelgend, im engen Raum mit tränenerfüllten Augen. Und glücklich zugleich!", schildert Lipp einen von vielfach erlebten, bewegenden Momenten.

Anerkennung gab es für die LMN-Arbeit Vorjahr daher wohl auch gleich zweifach. In Stuttgart sahnten die Leipziger im Bunde mit allen deutschen LMN-Vereinen die Theodor-Heuss-Medaille ab; im sächsischen Landtag konnte Junhold für ihren Verein die Ehrenurkunde für gesellschaftliches Engagement entgegennehmen.

Das beflügele ungemein, weiter zu machen, versichert Junhold. Was jedoch der Unterstützung bedarf. Bis auf extra ausgewiesene Benefizkonzerte, deren Erlös der LMN-Arbeit dient, sollen die jungen Stipendiaten ja stets auch ihr Stipendium bekommen. "Dafür haben wir 2014 etwa 11 000 Euro aufgebracht", so Junhold. "Wir sind also stets auf Sponsoren angewiesen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.03.2015

Angelika Raulien

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