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Kultur Leipziger Panometer-Besucher können in Asisis Völkerschlacht-Darstellung mitwirken
Nachrichten Kultur Leipziger Panometer-Besucher können in Asisis Völkerschlacht-Darstellung mitwirken
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12:54 30.03.2012
Yadegar Asisi in seinem aktuellen "Everest-Panorama". Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Am 21. April will der Künstler 60 uniformierte Mitglieder historischer Vereine und Zivilisten im Gasometer an der Richard-Lehmann-Straße ablichten, die dann später auf dem neuen Panorama „Leipzig 1813 – in den Wirren der Völkerschlacht“ zu sehen sein werden. Unter den Fotografierten sollen auch 14 Besucher seines aktuellen Panoramas in Leipzig sein, die sich nun für das Mitwirken bewerben können.

Bis zum 15. April liegen an der Gasometer-Kasse entsprechende Anmeldebögen bereit, heißt es in einer Mitteilung der asisi GmbH. Unter allen Teilnehmern der Aktion werden 7x2 Gewinner ausgelost und eingeladen. „Wir sind absolut offen, jeder kann mitmachen, es gibt keinerlei Altersbeschränkung“, sagte Ulrike Pötzsch, Organisatorin des Fotoshootings, am Freitag gegenüber LVZ-Online und ergänzte: „Es geht ja auch nicht darum, ein Schlachtengemetzel darzustellen, wie es schon viele vorher gemacht haben. Es geht hier um Leipzig und um die Frage, was überkommt eine Stadt, die bis dahin nicht von der Schlacht tangiert wurde.“

Deshalb werden auf Asisis Völkerschlacht-Panorama neben den in die Stadt einziehenden Kampftruppen auch viele Leipziger Bürger zu sehen sein. Die Szenen sind bisher noch nicht genau festgelegt, sagte Pötzsch. Klar ist aber: Der Besucher wird nach Eröffnung des neuen Panoramas am 13. Juli 2013 quasi vom Dach der Thomaskirche in die Stadt hineinblicken und in den Gassen und Straßen rings herum viele Details im Leipziger Treiben an jenem Tag anno 1813 erkennen können – darunter auch die 14 Besucher aus der aktuellen Ausstellung.

Natürlich werden alle Teilnehmer beim Fotografieren Gewänder tragen, die der Zeit entsprechen. „Man braucht aber kein Kostüm mitzubringen, das besorgen wir in zwei Kostümverleihen in und um Leipzig. Einzige Bedingung am Tag des Fotoshootings ist, dass keine bunten Turnschuhe, sondern eher schwarze Lederschuhe getragen werden“, erklärte Organisatorin Pötzsch. Im Gegensatz zu Zivilsiten sind die teilnehmen Soldaten in Sachen Outfit Selbstversorger. „Wir haben ja das Glück, dass es in Leipzig zahlreiche Vereine gibt, die sich seit Jahren mit Soldatenkostümen beschäftigen. Besser als die könnten wir das auch nicht hinbekommen“, sagte Pötzsch.

Asisis neues Leipziger 360-Grad-Panorama ist Teil des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig. Im Oktober 1813 kämpften etwa 600.000 Österreicher, Preußen, Russen, Schweden und Franzosen vor den Toren der Messestadt. Fast 100.000 Menschen kamen in der Schlacht ums Leben. Auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern will der Künstler in seinem Leipziger Panometer ab Juli 2013 diesen für die europäische Geschichte bedeutsamen Zeitraum aus Sicht der Stadt Leipzig und seiner Bürger darstellen.

Internet: www.asisi.de

Matthias Puppe

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