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Leipziger Stadtratsfraktionen kämpfen für den Erhalt der „Distillery“ in der Kurt-Eisner-Straße

Leipziger Stadtratsfraktionen kämpfen für den Erhalt der „Distillery“ in der Kurt-Eisner-Straße

Dem Elektro-Tanzclub „Distillery“ droht langfristig das Aus an seinem jetzigen Standort in der Südvorstadt. Das Bahnareal zwischen Bayerischem Bahnhof und Arno-Nitzsche-Straße soll neu gestaltet werden.

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Distillery im sommerlichen Abendlicht - wird es diesen Anblick auch in Zukunft noch geben?

Quelle: Johannes Amm

Leipzig. Linke, Sozialdemokraten und Grüne fordern nun gemeinsam ein klares Bekenntnis der Stadt zur Distillery als wichtigen Bestandteil der Kulturstadt Leipzig.

„Unser Anliegen ist, den Bebauungsplan so zu gestalten, dass ein weiterer Betrieb der Distillery am jetzigen Standort möglich ist“, erklärt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Norman Volger. Bislang habe es weder seitens der Grundstückeigentümerin, der Deutschen Bahn AG, noch der Stadt Leipzig eine verbindliche Aussage über die Zukunft in der Kurt-Eisner-Straße 91 gegeben. Nun sei es jedoch höchste Zeit für eine eindeutige Positionierung seitens der Stadt.

Die Zukunft an einem anderen Standort ist ungewiss

Monatelang hätten grüne, linke und sozialdemokratische Stadträte an einem entsprechenden Antrag gefeilt, der nun vor der Sommerpause seinen Weg in die Gremien fand. „Die Verwaltung soll zeitig genug Bescheid wissen, was sie zu tun und zu lassen hat. Sie darf nicht in die falsche Richtung gelenkt werden“, sagt Grünenpolitiker Volger. „Aus kultur- und tourismuspolitischen Gründen sollte es im ureigensten Interesse der Stadt sein, die Distillery an ihrem Ort zu erhalten“, heißt es in dem Antrag. Der Club gehört aus Sicht der Antragsteller zu einem „lebendigen Stadtquartier“ Bayerischer Bahnhof.

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Blick in das Innere der Distillery

Quelle: Wolfgang Zeyen

Ein Umzug berge unkalkulierbare Risiken für den Club. Es fehle das Geld für Neuinvestitionen in das Gebäude, den Brandschutz und Fluchtwege. Außerdem bestehe die Gefahr, dass das Publikum der Distillery fernbleibt. „In der Regel dauert es nach Neueröffnungen oder Umzügen mindestens ein Jahr, bis Musikclubs kostendeckend arbeiten“, argumentieren die Parteien. Damit seien die Jobs von bis zu 30 Festangestellten, Freiberuflern und Teilzeitkräften in Gefahr.

Ein Club mit Geschichte

Laut Volger steht die Existenz einer der wichtigsten kulturellen Einrichtungen Leipzigs auf dem Spiel. „Die Distillery strahlt weit über die Stadtgrenzen aus.“ Im vergangenen Jahr wurde sie vom Fachmagazin „DeBug“ unter die zehn besten Clubs der Bundesrepublik gewählt. Der gebürtige Leipziger ist stolz auf die hiesige Elektroszene und deren Flagschiff, das inzwischen mehr als 20 Jahre besteht und sich finanziell selbst trägt. „Wir haben außer der klassischen Musik nicht sonderlich viel.“

Felix Forberg

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