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Kultur Leipziger Theaterhaus Skala bleibt Kulturort: Chance für Filmkunst in der Gottschedstraße
Nachrichten Kultur Leipziger Theaterhaus Skala bleibt Kulturort: Chance für Filmkunst in der Gottschedstraße
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20:22 25.02.2015
Skala in der Gottschedstraße: Die Chancen auf ein Filmkunsthaus steigen. (Archivbild) Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Die Kommune soll die Immobilie interessierten Nutzern aus der Freien Szene zum Kauf oder für ein Erbbaurecht anbieten. Jetzt steigen die Chancen auf ein Filmkunsthaus.

"Wir haben ein Geschenk bekommen. Die Cinemathek Leipzig hat ein großartiges Betreiberkonzept entwickelt. Das Filmkunsthaus wäre kein Museum. Wir bekämen ein Labor, Ort des Lernens und der Reflexion", sagte Gesine Märtens von den Grünen. Sie favorisierte das Erbbaurecht, "denn die Immobilie bliebe dann im Eigentum der Stadt."

Vorangegangen war eine emotionale Debatte. Mit der Gretchenfrage "Kunst oder Kommerz?" holte Skadi Jennicke, kulturpolitische Sprecherin der Linken, die Abgeordnete aus der Deckung. Seit 67 Jahren finde in dem Haus Theater statt, so Jennicke. Als "Neue Szene" und "Skala" diente die kleine Bühne dem Schauspielhaus als Aufführungsort, an dem auch Experimentelles gespielt wurde.

Skala musste 2012 schließen

Jennicke plädierte dafür, mit Blick auf die Tradition auch die Zukunft des Hauses in der kulturellen Nutzung zu sehen. Dabei geht es zwischen den Zeilen auch um die Frage, wie die vielfältigen Angebot der Freien Szene in Leipzig untergebracht werden. "Wir können es uns nicht leisten, dass ein Investor daraus Luxuswohnungen macht", sagte Jennicke.

Andrea Niermann für die Union fürchtet dagegen, dass nun "eine städtisch subventionierte Spielstätte" entstehe - aus ihrer Sicht finanziell nicht tragbar. Die Skala habe 2012 wegen des maroden Zustands schließen müssen. Knapp fünf Millionen Euro seien nötig, um die Gottschedstraße 16 wieder auf Vordermann zu bringen. Niermann stellte auch klar, dass die CDU den Umbauplänen für die ehemalige Diskothek Schauhaus nur zustimmen werden, wenn die Skala zum Verkehrswert, "mindestens 860.000 Euro", verkauft werde und der Erlös ins Schauhaus fließe.

"Hier soll nichts verschenkt werden", konterte Linken-Stadtrat Siegfried Schlegel. "Die Stadt will sich das Haus ja nicht an die Backe hängen". Märtens wurde konkret: Mit "Ach und Krach" könne die Cinemathek bis zu 800.000 Euro zur Vorfinanzierung der Sanierungskosten aufbringen.

Evelyn ter Vehn

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