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Kultur Leipziger Thomaskantor: Nachwuchssuche schwer - Familien singen kaum noch
Nachrichten Kultur Leipziger Thomaskantor: Nachwuchssuche schwer - Familien singen kaum noch
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11:41 15.08.2017
Kantor Gotthold Schwarz und 14 neue Thomaner der 4. und 5. Klasse am Bachgrab in der Thomaskirche. Quelle: dpa
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Leipzig - 

Der Kantor des weltberühmten Thomanerchors in Leipzig, Gotthold Schwarz, bedauert einen Bedeutungsverlust der Musik im Alltag. „Was wir in der Gesellschaft im Allgemeinen beobachten, ist, dass in den Familien viel weniger oder zum Teil gar nicht mehr gesungen oder vorgelesen wird“, sagte der 65-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Das Gefühl für Sprache und Sprachmelodie sei in der Gesellschaft etwas verkümmert. „Und so etwas spiegelt sich natürlich auch in der musikalischen Wahrnehmung eines jeden Knaben wider.“ Guten Nachwuchs für die Thomaner zu finden, sei schwierig, sagte Schwarz.

In diesem Schuljahr sind 14 Viertklässler neu zu dem Ensemble gestoßen. Sie mussten sich zuvor einer Aufnahmeprüfung stellen. Die Jungen bleiben im Normalfall bis zum Abitur in dem Chor und besuchen solange gemeinsam die Thomasschule, die als älteste öffentliche Schule Deutschlands gilt. Sie leben ab der fünften Klasse zusammen im sogenannten Alumnat, dem Internat der Thomaner.

17. Thomaskantor nach Bach

: Der studierte Kirchenmusiker Gotthold Schwarz, 65, ist seit gut einem Jahr als 17. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach im Amt. Schon seit den 90er Jahren vertrat er seinen Vorgänger Georg Christoph Biller immer wieder, zuletzt nach dessen Rücktritt im Februar 2015. Mit den jungen Sängern des weltberühmten Chors arbeitet Schwarz bereits seit 1979 zusammen, damals wurde er ihr Stimmbildner.

Von LVZ

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