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Leipziger Zinnfigurenmuseum wieder geöffnet: Szenen der Völkerschlacht 1813 zu sehen

Leipziger Zinnfigurenmuseum wieder geöffnet: Szenen der Völkerschlacht 1813 zu sehen

Noch sind nicht alle Kämpfe ausgetragen: Das Torhaus Dölitz, heiß umkämpft in der Völkerschlacht 1813, mit Deutschlands größtem Zinnfigurenmuseum, ist aber wieder offen.

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Dioramen zu Schlachten sind im Torhaus Dölitz zu sehen, das von heute an wieder zugänglich ist.

Quelle: Verband Jahrfeier

Leipzig. Der Verband Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813 hat die Regie im einstigen Wasserschloss Dölitz, von dem hauptsächlich das Torhaus erhalten ist, übernommen.

"Von Mittwoch an ist wieder geöffnet", sagt Michél Kothe, der Geschäftsführer des Verbandes. Das Museum in der Helenenstraße wird mit Hilfe des Vereins Zinnfigurenfreunde betrieben, der dort Figuren und Dioramen verschiedener Epochen zeigt. So sind beispielsweise Großdioramen zur Völkerschlacht 1813, aber auch zu Kämpfen am Kahlenberg bei der Belagerung von Wien 1683 sowie bei Grunwald 1410 zu sehen. Etliche Schaufenster beschäftigen sich mit zivilen Themen und mit Teilen der Stadtgeschichte. "Ab August öffnen wir eine Sonderschau zum Ersten Weltkrieg", kündigt Kothe an.

Der Verband möchte künftig auch das Gelände rund ums Torhaus, das er für Biwaks während der Gedenkfeiern zur Völkerschlacht nutzt, aufwerten. Derzeit hat er aber nur einen bis Jahresende befristeten Pachtvertrag für das Gebäude, das der Stadt Leipzig gehört. "Der Pachtvertrag ist eine Interimslösung, für längerfristige Bindungen müssen wir den Stadtrat beteiligen", erklärt Kulturamtschefin Susanne Kucharski-Huniat. Sie gehe aber davon aus, dass der Verband der "potenzielle Kandidat" für ein längerfristiges Engagement in Dölitz sei.

In den Vorjahren war die AG "Befreiungskrieg 1813" Finsterwalde Betreiberverein. Diese hat sich jedoch Ende November 2013 aufgelöst und Insolvenz angemeldet. Ein Grund waren Vorwürfe an die Stadt, nicht genügend gefördert worden zu sein (die LVZ berichtete). Der Erbbaupachtvertrag ging inzwischen zurück ans Amt, das Geld vom Verein fordert. "Wir blicken aber nicht im Zorn zurück. Die finanziellen Dinge müssen nur geregelt werden", so Kucharski-Huniat. Nach LVZ-Informationen wird dem Verein vorgeworfen, Geld zweckentfremdet verwendet zu haben. Zuletzt wurde er mit einem jährlichen Zuschuss für bauliche Unterhaltung in Höhe von 12 500 Euro gefördert. Von einem Teil des Geldes hat er aber jahrelang Stromkosten beglichen - was viele Jahre vom Kulturamt abgenickt wurde.

Das Zinnfigurenmuseum, Helenenstraße 24, ist Mittwoch, Samstag, Sonntag jeweils 10-17 Uhr geöffnet. Für Veranstaltungen können die Räume gemietet werden. Auskünfte gibt es unter E-Mail: thd-reservierung@leipzig1813.com sowie Telefon 01573 2730374

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2014

Orbeck, Mathias

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