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Leipzigs HGB-Rektorin Ana Dimke blickt mit Sorge auf die Jahre nach 2015

Leipzigs HGB-Rektorin Ana Dimke blickt mit Sorge auf die Jahre nach 2015

Ana Dimke ist seit gut zwei Jahren Rektorin der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB). Seit 250 Jahren werden dort nicht nur Künstler ausgebildet.

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Prof. Ana Dimke (Archivfoto)

Quelle: PR HGB Leipzig

Leipzig. Zum Jubiläum spricht sie mit der Nachrichtenagentur dpa über Position und Perspektiven.

Frage: Wo steht die HGB im deutschen und internationalen Vergleich?

Ana Dimke: Sie kann sich mit den großen Akademien im deutschsprachigen Raum vergleichen und wird in diesem Ranking gehandelt. Das Spezielle ist, dass wir anders als viele Akademien, wo die Bildende Kunst über allem steht, sehr stark die vier Studiengänge Buchkunst/Grafikdesign, Malerei/Grafik, Fotografie und Medienkunst profilieren. Worum wir beneidet werden, ist der großartige und sehr gut ausgestattete Werkstattbereich.

Als Absolvent hat man also gute Voraussetzungen, sich im Kunstmarkt zu etablieren?

Ana Dimke: Da kann man stolz drauf sein. Man ist an einer Hochschule, wo man mit einem bestimmten Renommee, einem bestimmten Anspruch, einer Qualität gleichgesetzt wird. Und davon kann man profitieren.

Nun spart Sachsen im Hochschulbereich, wie wirkt sich das aus?

Ana Dimke: Wir ringen um unsere Ausfinanzierung. Es ist immer noch so, dass wir zurecht kommen. Aber gerade das Jubiläumsjahr 2014 ist wirklich sehr eng und knapp gedacht. Wir müssen Sachen verschieben, kürzer fassen und genau achten, wofür wir das Geld ausgeben. Und manchmal wird es reichlich eng. Bis 2015 sind alle Kunst- und Musikhochschulen von Stellenkürzungen ausgenommen. Aber ich blicke mit Sorge auf die weitere Entwicklung. Wir sind optimistisch, aber müssen uns anstrengen. Es lohnt sich für die Hochschulen, zu kämpfen. Sachsen hat da mit den fünf Kunst- und Musikhochschulen ein großes Pfund. Wenn das in irgendeiner Form angetastet würde, das könnte man nie wieder in dieser Form aufbauen. Nie wieder.

ZUR PERSON: Ana Dimke (Jahrgang 1967) stammt aus Hannover, studierte Kunst, Germanistik und Philosophie. Sie arbeitete als freie Kuratorin und Kunstvermittlerin, ab 2002 als Professorin an Universitäten in Weimar und Berlin. 2011 wurde sie HGB-Rektorin in Leipzig, seit 2012 ist sie Vorsitzende der Deutschen Kunsthochschulrektoren-Konferenz.

dpa

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