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Kultur Livelyrix und Philharmonie Leipzig beziehen gemeinsame Spielstätte
Nachrichten Kultur Livelyrix und Philharmonie Leipzig beziehen gemeinsame Spielstätte
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09:31 27.06.2017
Die Köpfe hinter Livelyrix und der Philharmonie Leipzig haben sich zusammengetan und verwirklichen den Traum von einer gemeinsamen Spielstätte.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Livelyrix und die Philharmonie Leipzig – zwei Vereine, geeint vom gemeinsamen Traum von einer eigenen Spielstätte. Dieser wird nun, nach mehr als zweijähriger Suche und Planung, Wirklichkeit. Fündig geworden sind die Künstler direkt neben den Academixern in der Kupfergasse. Bis September wird dort noch gesägt, geschraubt und eingerichtet – dann soll der Kupfersaal eröffnet und unter anderem mit Konzerten, Lesungen sowie Slams gefüllt werden. Dafür stehen rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung, auf denen zwei Bühnen und bis zu 560 Personen Platz finden werden.

Bis September wird noch gesägt, geschraubt und eingerichtet – dann soll der Kupfersaal eröffnet und unter anderem mit Konzerten, Lesungen sowie Slams gefüllt werden.

„Es war gar nicht so einfach, einen Raum zu finden, der als Konzertsaal infrage kam“, berichtet Holger Engelhardt, Konzertmeister der Philharmonie. „Wir brauchen eine bestimmte Deckenhöhe, Geometrie und natürlich Größe.“ In der Kupfergasse war es deshalb Liebe auf den ersten Blick. Der Charme der hohen Kassettendecken und historischen Holzvertäfelung überzeugte die Vereine und deren Vorhaben schließlich auch die Hausverwaltung.

Altbewährtes und neue Experimente

Fest steht unter anderem bereits, dass beide Vereine an etablierten Formaten festhalten wollen. „Die Lesebühne Schkeuditzer Kreuz bekommt ein neues Heim“, verrät Julius Fischer. Die Philharmonie freut sich auf eine feste Sinfoniekonzert-Reihe. Doch auch gemeinsame Experimente sollen gewagt werden. Die heimliche Generalprobe dafür ging bereits vergangenen Dezember mit dem Nussknacker-Slam in der ausverkauften Peterskirche erfolgreich über die Bühne. „Das sind niederschwellige Ansätze, Leute zur klassischen Musik zu bringen und umgekehrt unser traditionelles Publikum dazu zu bewegen, sich einen Poetry-Slam anzuschauen“, erklärt Engelhardt den Ansatz. Der Saal werde so über beide Vereine hinaus zu einer neuen programmatischen Institution, sagt Elisabeth Jaspersen von Livelyrix.

Relikte aus der Vergangenheit

Während also an dieser neuen Zukunft gebastelt wird, soll auch die Vergangenheit des Kupfersaals (früher bekannt als „Clubhaus Kalinin“ und Academixer-Interim „Lampenladen“) , die während der Bauarbeiten buchstäblich an die Oberfläche gelangte, nicht aus den Augen verloren werden. „Unter all dem Schutt und Dreck tauchten ein alter Bierdeckel von Naumann-Bräu, Ost-Cola-Etiketten, Essensmarken von der Kalinin-Mensa und eine alte Spielkarte auf“, berichtet Engelhardt. Er und seine Kollegen möchten von den Leipzigern deshalb mehr über die Geschichte des alten Saals erfahren, Anekdoten und historische Fotos sammeln. „Bernd-Lutz Lange hat uns schon erzählt, dass er hier früher immer Erbsensuppe gegessen hat“, sagt der Konzertmeister. Geplant ist, diese Zeitzeugnisse auch für künftige Besucher auszustellen.

Kontakt: Kupfersaal GmbH, Kupfergasse 2, 04109 Leipzig oder info@kupfersaal.de; Tickets für erste Veranstaltungen: www.kupfersaal.de

Von André Pitz

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