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Mahler im Gepäck - New Yorker Philharmoniker kommen nach Leipzig und Dresden

Mahler im Gepäck - New Yorker Philharmoniker kommen nach Leipzig und Dresden

Deutschland ist der Schwerpunkt der großen Europatournee der New Yorker Philharmoniker. Die Tour mit 110 Musikern startet am Donnerstag zwar in Basel, aber mehr als die Hälfte der Spielorte sind in Deutschland.

New York. Die Konzerte finden in Baden-Baden, Dresden, Berlin, Leipzig und München statt - allesamt Städte mit großen Orchestern. „Wir kommen ja auch nicht, weil es in Deutschland keine gute Musik gibt. Oh, ganz im Gegenteil“, sagte Chefdirigent Alan Gilbert in New York. „Es ist ein Privileg, in diesen Städten zu spielen. Aber wir wollen zeigen, wie wir die großen Komponisten verstehen.“

Die Philharmoniker - wohl das berühmteste der „Big Five“, der fünf US-Orchester von Weltrang - wollen vor allem Mahlers „Kindertotenlieder“ und Ludwig van Beethovens 3. Symphonie, die „Eroica“, geben. In Leipzig spielen die Musiker während des Mahler-Festivals.

Das legendäre Orchester spielt außerdem in Budapest und Prag und gedenkt in Wien mit einem Konzert des 100. Todestages von Gustav Mahler. Der Komponist, zu seiner Zeit auch einer der berühmtesten Dirigenten der Welt, war am 18. Mai 1911 in Wien gestorben. Sein letztes Konzert hatte er drei Monate zuvor in New York gegeben.

„Jedes Orchester ist anders, weil es aus Menschen besteht und ein lebender, sich verändernder und individueller Körper ist“, sagte Gilbert. „Wir sind anders als die Berliner Philharmoniker und anders als das Gewandhausorchester. Aber genau so, wie ich selbst als Konzertbesucher in New York hören möchte, wie andere die Musik spielen, wollen auch die Deutschen „ihre“ Musik“ von anderen Orchestern hören. Das haben wir bei den früheren Tourneen bemerkt. Und auch, wenn es wie ein Klischee klingt: Musik ist eine Sprache, die jeder versteht.“

Die deutschen Konzertbesucher seien anders als die in New York. „Das ist kein Wunder, weil wir eigentlich sogar in jeder Stadt ein anderes Publikum haben. Aber ich habe bemerkt, dass die Deutschen Wert legen auf hohe Qualität. Und genau die wollen wir bieten.“ Die deutschen Konzertbesucher seien eher konservativ. „Die Menschen wollen hören, was sie kennen. Das hat ein bisschen mit Vertrauen zu tun. Aber trotzdem war da immer die Bereitschaft, sich Neues anzuhören. Überraschend oft sind gerade die Menschen, die Klassisches mögen, besonders offen für ganz andere Musik.“ Dabei sei der Sprung oft gar nicht so groß: „Beethoven kann auch helfen, neue Musik zu verstehen.“

Chris Melzer, dpa

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