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Metal Hammer Paradise feiert seine Premiere mit Urlaubsfeeling am Strand

Metal Hammer Paradise feiert seine Premiere mit Urlaubsfeeling am Strand

"Abgefahren, das ist echt abgefahren hier." Man hat Tom Angelripper selten sprachlos gesehen. Doch in diesem Moment, beim Anblick der kurzurlaubenden Metaller, staunt der Sodom-Frontmann grün-weiße Bierdosen.

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Retro-Rock aus San Francisco: Keith Nickel klampfte mit Orchid.

Quelle: Susanne Richter

Wangels. Tom Angelripper ist an diesem Wochenende nicht der Einzige, der ungläubig die Langmähne schüttelt und nach Worten suchen muss: Im Ferienpark Weissenhäuser Strand, zwischen Kiel und der Insel Fehmarn am Ostseestrand gelegen, geht zum ersten Mal das Metal Hammer Paradise über drei Bühnen - und 2500 Besucher wollen diese einzigartige Premiere nicht verpassen.

Dabei werden nicht nur die verschiedensten Stilrichtungen elektrisch verstärkter Stromgitarrenmusik zwischen Retro-Rock und Black Metal bedient, wofür 28 Bands von Orchid und Sabaton, über In Extremo und Saxon bis hin zu Behemoth und Belphegor stehen -  sondern über allem steht das Urlaubsfeeling. "Die Ausrichtung liegt eindeutig jenseits der 30-Jährigen. Unser Dreiklang heißt: Gemütlichkeit, Entspannung und natürlich auch ganz viel Spaß. Es soll ein Kurzurlaub für Metaller sein", erklärt Festivalchef Jasper Barendregt das Konzept, das in der Bundesrepublik (noch) seinesgleichen sucht.

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Wangels. Tom Angelripper ist an diesem Wochenende nicht der Einzige, der ungläubig die Langmähne schüttelt und nach Worten suchen muss: Im Ferienpark Weissenhäuser Strand, zwischen Kiel und der Insel Fehmarn am Ostseestrand gelegen, geht zum ersten Mal das Metal Hammer Paradise über drei Bühnen - und 2500 Besucher wollen diese einzigartige Premiere nicht verpassen.

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Gemeint sind also all jene, die die Errungenschaft der Zivilisation auch bei einem Festival nicht mehr missen möchten. Sprich: Metaller, die zumeist in den klassischen 1980ern musikalisch sozialisiert sind und die heutzutage unter der Woche knüppelharten Jobs nachgehen. Da will man nicht mehr zwingend die Nächte auf Iso-Matten verbringen und vorm Dixie-Klo anstehen müssen, sondern weiß ein weiches Bett und die eigene warme Dusche genauso wie diverse Wellness-Angebote durchaus zu schätzen. Und für die lieben Kleinen auch noch einen Babysitter oder den eigenen Kindergarten. Das alles mutet reichlich skurril an - und ist andererseits wiederum äußerst charmant.

Genauso ungewöhnlich ist das Rahmenprogramm, das neben den überbordenden Live-Auftritten - die in einem eigens aufgebauten Zelt, im größten Speisesaal der Ferienanlage und im Holzhaus neben dem Fahrrad-Verleih stattfinden - geboten wird. Da erklärt beispielsweise Gitarrist Herman Li (Dragonforce) in einem Workshop, wie man gute Songs auf die Saiten bringt; trommelt Ludwig Witt (Grand Magus, Spiritual Beggars) mit Fans um die Wette; versuchen sich der bereits erwähnte Tom Angelripper und sein Gitarrist Bernemann beim Fan-Bowling auf den Bahnen des Ferienparks. Und wie nebenbei sitzen Micha "Das Letzte Einhorn" Rhein (In Extremo) oder Belphegors Rachengott Hellmuth Lehner des Nachts in geselliger Runde am Tresen. "Das ist der Sinn des Festivals: Wir wollen die Bands nicht nur auf der Bühne nahe bringen, sondern tatsächlich auch anfassbar machen. Jeder soll die Chance haben, mal mit diesen Typen zu reden", sagt Jasper Barendregt.

Nicht ohne Grund liegen seit einigen Jahren diverse Metal-Kreuzfahrten, die eben dieses Konzept verfolgen, beim ergrauenden Publikum hoch im Kurs. Diesen Komfort-Festivals haben die Veranstalter FKP Scorpio (die übrigens auch das Highfield am Störmthaler See verantworten) und Deutschlands größtes Magazin für Stromgitarren-Geschredder, der Metal Hammer, nun ihr Pendant entgegengesetzt: Das Paradise-Festival. Die Kreuzfahrt-Liner landen sozusagen am Ostseestrand an. Paradiesische Zustände inklusive.

Festivalchef Jasper Barendregt ist mit dem Auftakt jedenfalls vollauf zufrieden: "Für das erste Mal hatten wir eine große Nachfrage." Metal-Hammer-Chefredakteur Thorsten Zahn verspricht deshalb: "Wir kommen im nächsten Jahr wieder." Die Veranstalter haben die Ferienanlage bereits für das zweite November-Wochenende 2014 gebucht.   Irgendwie abgefahren ist das schon, dieses Ü30-Metal-Festival.

@www.metal-hammer-paradise.de

Andreas Debski

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