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Musikfestival statt Leistungsschau: Heute startet die zehnte Pop Up in Leipzig

Musikfestival statt Leistungsschau: Heute startet die zehnte Pop Up in Leipzig

Neun Jahre lang war die Leipziger Musikmesse (Pop Up eine der wichtigsten Leistungsschauen der Branche im Land. Auch zur zehnten Ausgabe am kommenden Wochenende steht die Musik weiterhin im Mittelpunkt, werden beispielsweise mit Animal Collective, MIT und Retro Stefson aufregende Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland auf Leipziger Bühnen zu sehen sein.

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Spielen auf der diesjährigen Pop Up: die US-Rocker Animal Collective.

Quelle: Pop Up X

Leipzig. Pop Up X, so der diesjährige Titel, steht aber auch für eine Zäsur im Jubiläumsjahr. Aufgrund geringer Nachfrage aus der krisengeschüttelten Musikwirtschaft findet erstmals keine Musikmesse statt, wird es keine Ausstellerstände im Werk II geben.

„Wir veranstalten natürlich nichts, von dem wir glauben, dass es nicht genügend Leute interessiert. Wir haben versucht, das mit einem neuen Konzept abzufangen und wurden eines Besseren belehrt“, hieß es dazu in einer Anfang April veröffentlichten Mitteilung. Zentraler Aspekt des eigentlich angedachten Konzept war eine fiktive Musikstadt, in der sich die Aussteller dem Fachpublikum und interessierten Fans vorstellen sollten. Offenbar fanden sich aber nur wenige Labels, Agenturen und Portale, die ihre Arbeit noch in Leipzig präsentieren wollten und konnten. Seit Jahren, praktisch seit der Verbreitung des Internets und der Erfindung der MP3, ging der Musikwirtschaft mehr und mehr ihr Produkt und somit auch die Substanz verloren. Das merkten Besucher auch sukzessiv auch auf Musikmessen, nicht nur in Leipzig.

Dass sich die (Pop Up  nun gerade im Jubiläumsjahr von ihrem Kerngeschäft löst, mag die prekäre Situation nur verdeutlichen. Ein Blick auf das Programm der Pop Up X vertreibt allerdings schnell jede Wehmut. Denn die Diskurse sind thematisch gut gewählt sowie hochkarätig besetzt, das Rahmenprogramm bietet erstmals auch filmische Musikdokumentationen und auf den Konzerten sind neben diversen Geheimtipps wahre Hochkaräter zu finden.

Unter dem Titel „Klick mich, ich bin ein neues Album“ werden zum Auftakt der Pop Up X am Freitagabend um 19 Uhr im Werk II alternative Musik-Vertriebsformen, wie etwa Crowdfunding, Selbstvermarktung im Internet oder Abo-Systeme, debattiert. Danach stehen in der Halle D unter anderem. die Indie-Rocker Retro Stefson und Crystal Fighters auf der Bühne, während Chinawoman im UT Connewitz eher ruhigere Töne anschlagen. Zu späterer Stunde wird im Ilses Erika dann die wahrscheinlich aufregendste neue Band des Landes erwartet: 206!

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Diskussionsrunde auf der Pop Up 2010.

Quelle: Pop Up X

Der zweite Teil des diesjährigen Pop-Up-Forums mit dem Titel „Hyperschrei und Drei-Faltentum“ will am Samstagnachmittag wiederum im Werk II Diskussionsstoff zum Thema Älterwerden im Pop liefern, während Fluch und Segen von Laptop-Musik danach im Fokus der Runde „Schalt mich ein und schalt mich aus, die Gefühle müssen raus“ stehen. Angesichts des Abendprogramm am Samstag mag man sich zerteilen wollen, um weder MIT (Electropop, im Werk II), noch Animal Collective (Psych-Folk, im UT Connewitz) und schon gar nicht Lake People (Minimal Techno im Ilses Erika) zu verpassen.

Zudem bietet die Kinobar Prager Frühling am Freitag und Samstag (jeweils 19 Uhr) zwei atmosphärisch dichte Musikdokumentation auf Zelluloid: „Taqwacore: The Birth of Punk Islam“ und „All Tomorrow’s Parties“.

Das komplette Programm der Pop Up X im Netz: www.leipzig-popup.de

Matthias Puppe

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