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Kultur Mythos Medea: Centraltheater bringt Tragödie als Gesellschaftskritik auf die Bühne
Nachrichten Kultur Mythos Medea: Centraltheater bringt Tragödie als Gesellschaftskritik auf die Bühne
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11:41 13.01.2010
Leipzig

Seither hat die Figur viele Schriftsteller inspiriert, wie auch Christa Wolf. In ihrem 1996 erschienen Roman „Medea. Stimmen“ wagte die vielfach ausgezeichnete Literatin eine Umdeutung des mythologischen Stoffes. Hier ist es die Gesellschaft, die der selbstbewußten Frau Greueltaten anhaftet, die sie jedoch tatsächlich nicht begangenen hat.

In Clemens Schönborns Inszenierung für das Leipziger Centraltheater ist Medeas Rolle zumindest vielschichtig angelegt. Wie es in einer Mitteilung des Hauses heißt, sei die von Sophie Rios gespielte Hauptfigur eine gescheiterte Emigrantin in einer ihr feindlich gegenüberstehenden Gesellschaft. „Medea ist die Tragödie eines Menschen, der als ganzer Mensch in Ruhm und Ehre leben will“, wird die österreichische Theater- und Filmschauspielerin über ihre Rolle zitiert. Dieser Mensch fordere sein Menschenrecht ein und begehe deshalb einen kalt kalkulierten politischen Akt.

Am 16. Januar feiert „Medea“ um 20 Uhr im Centraltheater Premiere. Weitere Aufführungen sind am 24. und 30. Januar sowie am 4., 13. und 17. Februar geplant.

Internet: www.centraltheater-leipzig.de

Matthias Puppe

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