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"Mythos Wagner": Ausstellung in Leipzig zeigt Einfluss auf die bildende Kunst

"Mythos Wagner": Ausstellung in Leipzig zeigt Einfluss auf die bildende Kunst

So viel Aufmerksamkeit um seine Person hätte dem als Egomanen verschrienen Richard Wagner sicher gefallen. Ganz Deutschland beschäftigt sich zum 200. Geburtstag in Büchern, Konzertreihen und Ausstellungen mit dem Leben und Wirken des bedeutenden wie umstrittenen Komponisten der Hochromantik.

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Mythos Wagner: Ausstellung in der Villa Klinger in Leipzig, zu sehen bis zum 7. Juli.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die jüngste Leipziger Schau „Mythos Wagner“ zeigt seinen Einfluss auf die zeitgenössische bildende Kunst.

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Leipzig. Der 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagners am 22. Mai rückt näher, und seine Geburtsstadt Leipzig feiert sich schon seit Wochen warm. Die Richard-Wagner-Gesellschaft Leipzig hat für den Jubiläumsehrentag eine einmalige szenische Aufführung der „Götterdämmerung“ an einem ungewöhnlichen Ort vorbereitet: Der größte Hörsaal der Universität wird zum Theater - und ist so gut wie ausverkauft.

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Mit Markus Lüpertz, Anselm Kiefer, Henning von Gierke, Jonathan Meese und Thorsten Brinkmann sind zwei Künstlergenerationen versammelt, die sich vor allem mit dem Opernkosmos des Komponisten auseinandersetzen. Die Arbeiten porträtieren zentrale Szenen, Motive und Helden, mal als schwarz-weiß gehaltene Andachtsszene, mal als reduzierter Linolschnitt, mal als ironisch-schräge Interpretation in einer Collage aus Alltagsgegenständen.

Jonathan Meeses 2011 entstandene Porträtserie zeigt Wagners auf wenige Merkmale reduzierte Silhouette in schwarz-rot-goldener Ölfarbe. „In dieser Pop-Art-Darstellung zeigt Meese Wagner als die Kunstfigur, zu der dieser sich schon zu Lebzeiten stilisiert hat“, sagt die Kuratorin der Ausstellung, Margit im Schlaa. Meese gilt als großer Wagnerkenner, wird 2016 in Bayreuth den „Parsifal“ inszenieren. Die Schau ist bis zum 7. Juli in der Villa Klinger zu sehen.

Was verbindet Wagners „Fliegenden Holländer“, Karl Mays „Winnetou“ und die „Sirene“ von Max Klinger? Das fragt die Ausstellung „Weltenschöpfer“ ab Mitte Mai im Museum der bildenden Künste. Der Komponist Wagner, der Bildhauer Klinger und der Schriftsteller May kamen im Sachsen des 19. Jahrhunderts zur Welt und prägten Kunst und Kultur nachfolgender Generationen.

Doch die Verbindungen der drei Künstler und ihrer Gedankenwelten gehen darüber hinaus, heißt es in der Ausstellungsvorschau. Den Beweis soll eine übergreifende Werkschau bringen, in der auch Parallelen zur romantisch besetzten Natur- und Historienmalerei der damaligen Zeit gezogen werden sollen.

Zwei weitere Ausstellungen beschäftigen sich eher mit dem kleinen als mit dem großen Wagner. Einen Tag vor Wagners 200. Geburtstag, nämlich am 21. Mai, soll in der Alten Nikolaischule die neue Dauerausstellung „Der junge Richard Wagner“ eröffnet werden. Rund um die originale Aula, in der der Knabe Wagner einst die Schulbank drückte, schlägt die Schau einen Bogen von Wagners Kindheit über Ausbildung und Umfeld hin zu seinen ersten Kompositionen. Es ist der Versuch, Wagner mehr mit seiner Geburtsstadt zu verbinden.

Das schwierige Verhältnis zwischen Wagner und Leipzig ist ein Hauptthema der Ausstellung „Wagnerlust und Wagnerlast“, die bis zum 26. Mai im Stadtmuseum gezeigt wird. Nur sieben Jahre lebte Wagner in seiner Geburtsstadt und kehrte ihr als junger Mann enttäuscht den Rücken. Trotzdem will Leipzig in diesem Jahr als Wagnerstadt wahrgenommen werden und hat seinem Sohn ein Festprogramm mit 200 Veranstaltungen gewidmet.

Franziska Höhnl, dpa

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