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Kultur Nachtpuzzeln und Gruselführung: Tipps zur Museumsnacht 2012 in Leipzig und Halle
Nachrichten Kultur Nachtpuzzeln und Gruselführung: Tipps zur Museumsnacht 2012 in Leipzig und Halle
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10:42 18.10.2016
Leipzig

Gerechnet wird wieder mit mehreren Tausend Besuchern. Hier einige Tipps für den Museumsabend aus dem vielfältigen Programm:

Im

Zeitgeschichtlichen Forum

, Grimmaische Straße 6, dreht sich alles um die Abenteuer der Digedags und die aktuelle Wechselausstellung zur Comiczeitschrift „Mosaik“. Schon ab 17 Uhr werden die Türen für die kleinen Gäste geöffnet, die das Haus bei einer Ausstellungsrallye erkunden können. An weiteren Stationen werden die Experimente des Magdeburger Erfinders Otto von Guericke und eine nächtliche Zeichenwerkstatt des Leipziger Comickünstlers Schwarwel präsentiert.

Bilder der Leipziger Museumsnacht 2011:

Leipzig. „Nachtaktiv“ können Museumsfreunde am heutigen Sonnabend in 78 Sammlungen in Leipzig und Halle ausschwärmen, die ein riesiges Programm vorbereitet haben. Für alle großen und kleinen „Nachtaktivisten“ gibt es von 18 Uhr bis 1 Uhr viele Entdeckungen. Gerechnet wird wieder mit mehreren Tausend Besuchern. Hier einige Tipps für den Museumsabend aus dem vielfältigen Programm!

Lauben gehören zum Interieur in fast jedem Kleingarten. Unter dem Titel „Hütten und Paläste“ widmet das

Deutsche Kleingärtnermuseum

 in der Aachener Straße 7 der Geschichte der Gartenlaube eine eigene Ausstellung. Die neue Schau, die am Sonnabend ab 16 Uhr zur Museumsnacht erstmals gezeigt wird, bleibt bis 18. April 2013 offen.

In originalen Räumen der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit in der

Runden Ecke

 am Dittrichring zeigt das Bürgerkomitee Leipzig, wie die Stasi auch des Nachts ihr Unwesen trieb. Gezeigt wird um 22 und 23 Uhr der Film „Huren unter Honecker“, der der Prostitution in der DDR auf den Grund geht.

Halle-Besucher können ins

Landesmuseum für Vorgeschichte

, Richard-Wagner-Straße 9, gehen - gezeigt wird die Ausstellung um die antike Stadt Pompeji.

Die

Sammlung Ur- und Frühgeschichte

, Ritterstraße 14, lädt Kinder zu antiken Spielen wie Knöchelspiel, Rundmühle oder Legionärsspiel ein. Wer auf dem Heimweg Angst vor Dracula und Co. hat, kann Amulette zum Schutz vor Vampiren basteln.

Die

Außenstelle Leipzig der Stasi-Unterlagen-Behörde

, Dittrichring 24, bietet Nachtschwärmern einen Blick hinter die Kulissen. Um 19.30 Uhr stellt Bernd-Lutz Lange bei einer Lesung sein neues Buch „Das Leben ist ein Purzelbaum“ vor. Ein Höhepunkt ist das so genannte Nachtpuzzeln. Im Herbst 1989 versuchte die Stasi, ihre Spuren zu beseitigen, indem Unterlagen zerrissen wurden. Mitarbeiter der Projektgruppe „Virtuelle Rekonstruktion“ demonstrieren, wie die Schnipsel manuell zusammengesetzt werden. Wer eine Taschenlampe mitbringt, kann selbst beleuchten, welche Unterlagen per Hand zerrissen und für den Abtransport zur Vernichtung in Müllsäcke verpackt worden sind.

In der

Garage

, Karl-Heine-Straße 97, können Besucher ihre Sinne in der Dunkelheit schärfen und zu erfolgreichen Nachtdetektiven werden.

Im

Asisi-Panometer

, Richard-Lehmann-Straße 114, geht es auf Expedition in die Bergwelt des Himalaya. Die ganze Nacht über stehen Guides für alle Fragen rund um den Künstler Yadegar Asisi, das Panorama und den Mount Everest zur Verfügung.

Führungen gibt es in der

einstigen Hinrichtungsstätte der DDR

 in der Alfred-Kästner-Straße/Eingang Arndtstraße, die außerhalb der Museumsnacht nicht zu besichtigen sind.

Die Karten sind für acht Euro, ermäßigt für sechs beziehungsweise vier Euro erhältlich. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Die Karten gelten als Fahrausweis für die öffentlichen Nahverkehrsmittel und Sonderlinien in beiden Städten und für den Regionalverkehr zwischen ihnen. Das komplette Programm steht im Internet unter www.museumsnacht-halle-leipzig.de.

Mathias Orbeck

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