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Neue Dinnershow „Havana Nights“ mit kubanischen Artisten und Musikern im Stadtbad

Karibik in Häppchen Neue Dinnershow „Havana Nights“ mit kubanischen Artisten und Musikern im Stadtbad

Seit Donnerstag gastiert die karibische Dinnershow „Havana Nights“ im Leipziger Stadtbad. Bis zum 6. Februar werden dort kubanische Tänzer ihre Hüften kreisen lassen und Artisten des „Circo Nacional de Cuba“ waghalsige Kunststücke präsentieren. Auch das Vier-Gänge-Menü und die Live-Musik entführen in das kubanische Reich der Sinne.

Unbeschwert: Kubanische Tänzer stellen ihre kubanische Lebensfreude und ihr Rhythmusgefühl zur Schau.
 

Quelle: Christian Modla / Westend PR

Leipzig.  Das Seil dreht sich in Sekundenschnelle. Zwei Akrobaten, die auf Schultern stehen, schwingen es. In ihrer Mitte steht eine zierliche Frau in knapp fünf Metern Höhe ebenfalls auf einer Schulter. Dann springt der Turm: ein-, zwei- und dreimal. Keiner gerät ins Wanken und erleichtertes Aufatmen erfüllt den Raum.

Was die 36 Artisten des „Circo Nacional de Cuba“ und die Sänger der „Havana Queens Show Company“ seit Donnerstag- und Freitagabend in der stilecht dekorierten, einstigen Männerschwimmhalle des Leipziger Stadtbades präsentieren, hat nicht nur Unterhaltungswert, sondern befriedigt auch das ästhetische Bedürfnis der jeweils rund 360 Gäste. Einblicke in die fremde, kubanischen Kultur, verbunden mit kubanischem Vier-Gänge-Menü, heißer Rhythmik und atemberaubender Akrobatik. Karibik-Flair in kleinen Häppchen.

Live-Musik zu „Guantanamera“ und „El Carretero“

Die „Havana Queens Show Company“ präsentiert dabei eine Auswahl von Titeln, die sich aus kubanischen Traditionen speisen, von „Guantanamera“, „El Carretero“, „La Bamba“ bis „Son De La Loma“. Salsa, Rumba und Merengue, manchmal mit religiösen Santería-Klängen angereichert, finden zuweilen mit Piano (Dorgeris Álvarez Balart) und Trompete (Raynel Valdéz) ihre Veredelung und zelebrieren pure Lebensfreude. Besonders dann, wenn afrokubanische Trommelrhythmen der Bongos (Lázaro Antonio Rodríguez Duthil) und warme, tänzelnde Klänge des Saxophons (Ivan Sáez Trujillo) erklingen und schwüle Sommerabende in Havannas Tavernen auf der Bühne ankündigen.

Der Geschmack der lauwarmen, gedippten Nachos und des würzigen Kokos-Süß-Maissüppchens belebt, wenn dazu noch eine strahlende Artistin mit definierten Bauchmuskeln durch die Luft wirbelt und nach ihrem Sprung auf den Schultern einer Männerpyramide landet.

Drittes Menü: Havana-Hähnchenkeule und gebrannte Kochbananen

Zwischen Hähnchen à la Havana und gebrannten Kochbananen werben Salsa-Tänzer in geschlitzten Shirts um rassige, dunkelhäutige Frauen. Berührungen gibt es wenig, dafür schmachten die Blicke umso heftiger.

Die perfekt ausgeführte Choreografie ist modern, wie auch die Musik; die neigt teilweise zu harten Techno- und Hip Hop-Bässen. Breakdance-Elemente entfalten nicht unbedingt den erwünschten Karibik-Charme, sondern eher den der Bronx der späten 1960er Jahre. Was natürlich auch interessant ist, aber eben nicht für Kuba und die karibischen Inseln steht.

Tourist Luca wird von feurigen Kubanerinnen umgarnt

 Bei den Desserts geht das moderne Konzept besser auf: Kokosnuss-Schnitte mit Limetten-Joghurt-Mousse und Ananas-Ragout, die federfein auf der Zunge zergehen. Dieser Geschmack hält sich bei „Summertime“, während der italienische Tourist Luca, der bei seiner Ankunft in Kuba bestohlen wurde, in einer Bar von freizügigen, feurigen Kubanerinnen umgarnt wird, die um ihn, die Stühle und die Stange tänzeln.

Da Luca ohne Portemonnaie die Zeche prellt, wird er unsanft vor die Tür geworfen. Doch das Karibik-Flair inspiriert ihn: In halsbrecherischen Umdrehungen an der Stange nähert er sich dem Boden. Davon sind die Diebe so begeistert, dass sie ihm Koffer, Hut und Fotoapparat zurückgeben.

Nach Standing Ovations folgt noch ein Salsa-Crashkurs

Und auch dem Publikum wird nach den Standing Ovations etwas gegeben: ein Tänzchen, um die Lust auf die Aftershow-Party mit Salsa-Crashkurs zu wecken. Wer nicht bleibt, ist trotzdem beschwingt und tritt ihnen mit einem Lächeln entgegen, zum Dank für die dreistündige, gute Unterhaltung.

Karibische Dinner-Show „Havana Nights“: vom 21.1. bis 6.2., werktags um 19 Uhr, sonntags um 12 Uhr, Historisches Stadtbad Leipzig, Karten ab 61 Euro (ohne Menü) und 89 Euro (mit Menü) im LVZ Media Store in den Höfen am Brühl, in allen LVZ-Geschäftsstellen sowie über die gebührenfreie Tickethotline 0800  2181050 sowie online auf lvz-ticket.de.

Von Melanie Steitz

Eutritzscher Straße 21, Leipzig 51.352374 12.376374
Eutritzscher Straße 21, Leipzig
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