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Kultur Neues Album von Tino Standhaft
Nachrichten Kultur Neues Album von Tino Standhaft
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00:33 01.06.2018
Handgemachter Rock: Gitarrist Tino Standhaft. Quelle: Foto: promo
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Leipzig

Eric Clapton hat er gewürdigt, Neil Young und die Stones gefeiert und weiteren Heroen des Rock Denkmäler auf seinen jüngeren Alben gesetzt. Jetzt kehrt Tino Standhaft zurück zu sich selbst. Das am Freitag erscheinende Live-Album „Among The Trees“ versammelt Stücke der eigenen Studioplatten – aufgenommen im September 2016 auf der Geyserhaus-Parkbühne, die der Künstler am Samstag erneut besteigen wird.

Musiker, denen der Krampf im Ausüben ihrer Rocker-Pose anzumerken ist, gibt es genug. Selbst eine Band wie die am Sonntag in der Arena gastierenden Nickelback muss sich immer noch der fehlenden Authentizität bezichtigen lassen. Um ein Exemplar zu erleben, dem der Rock’n’Roll so selbstverständlich durch die Venen fließt wie Blut, braucht man nirgendwohin zu reisen – Leipzig hat schließlich Tino Standhaft. Seit den 1980ern navigiert den heute 55-Jährigen die Gitarre durchs Leben. Angefangen hat er als blutjunger Kerl bei der Band Frapt, mit Kollegen wie Canned Heat, Roger Chapman und Chris Farlowe atmete er dieselbe Bühnenluft. In den letzten Jahren füllte er Alben mit Meilensteinen der Rockhistorie, „jetzt möchte ich mich wieder auf Eigenes besinnen“, sagt Standhaft. Und wie gut das Eigene ist, beweist die Live-Produktion, die auch auf Vinyl erscheinen soll, für den Musiker „ein lang gehegter Traum“.

„Among The Trees“ dokumentiert den Druck, den Standhaft entfaltet, die natürlich fließende Wechselhaftigkeit vom Rauen hin zum Gefühligen, mit satten und direkten Saitenläufen ohne artifizielle Girlanden zur schmirgelnden, in den Zeilen wühlenden Stimme. „Cinderella’s Shoe“ geht gleich in die Vollen, der Reggae scheint auf in „Nobody Wants You“, langsam baut sich das intensive, fast monumentale „Doubt and Pain“ auf. Und so abwechslungsreich geht es weiter.

Mit Unterstützung von Norman Daßler (Gitarre), Renaldo Viehmann am Bass, Henry Zschelletzschky (Piano) und Drummer Toni Wendenburg ist ein starkes Beispiel dafür herausgekommen, wie organisch gewachsen sich das Verständnis von Rock’n’Roll anhören kann.

Am Samstag spielen Standhaft und Band das „Covers“-Programm, eigene Stücke sind aber nicht ausgeschlossen. 20 Uhr im Bretschneider-Park, Karten ab 21 Euro auf www.geyserhaus.de und an der Abendkasse.

Von Mark Daniel

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