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Nicht ganz so großes Großes Concert

Nicht ganz so großes Großes Concert

da rasten, wie beim Wetter und der Küche, die Klischees sofort zuverlässig ein: ein wenig nebelverhangen klingt sie und üppig, gediegen und ein wenig rückwärtsgewandt, dabei erdig und, natürlich, beherrscht.

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Kompositions-Superstar Thomas Adés

Quelle: Brian Voce

Britische Musik. Wie Edward Elgars (1857-1934) monumentale zweite Sinfonie, die in den von David Zinman dirigierten Großen Concerten dieser Woche die zweite Halbzeit füllt. Auch in dieser guten Stunde lassen sich all die schönen Vorurteile bestätigen. Wie da aus dem gewaltigen Aufschwung des Beginns, den Zinman das Gewandhausorchester noch ein wenig konturlos in den Saal stemmen, herrlich weite Bögen sich entwickeln, mal von Ferne nach Brahms klingend, mal nach Rachmaninow, mal nach Franck, sehr selten fast nach Debussy. Satt fließt diese Musik dahin, dabei in der harmonischen Entwicklung seltsam auf der Stelle tretend. Grandioses Pathos durchmischt sich da mit mit unbekümmerter Pracht und die Farben der ganz auf den vollkommenen Mischklang setzenden Instrumentation sind beim Gewandhausorchester um Konzertmeister Frank-Micahel Erben wie immer bestens aufgehoben.

Dennoch bliebe zu fragen, ob die etwas pauschale Schönheit, die selbstzufriedene Gediegenheit dem Werk wirkclih gerecht werden, ob im Detail nicht mehr Substanz, mehr Eregung, mehr, ja, Modernität zu finden wäre. Denn ganz so eklektisch aus der Zeit gefallen, wie sie im Gewandhaus klingt, ist diese 1911 uraufgeführte Sinfonie durchaus nicht. Die motivische Strenge, mit der Elgar nicht nur da herrliche Larghetto entwickelt könnte einen anderen Weg weisen in eine Welt jenseits von Klangschönheit und Selbstgenügsamkeit. Und die britischen Zeitgenossen, die diese Zweite wegen ihres Anspruchs und ihrer Doppelbödigkeit verstöre, sie könnten ja auch ein wenig Recht gehabt haben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013

Peter Korfmacher

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