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Kultur Norbert Wehrstedts TV-Rückblende: Schwacher Serienstart für „Die Wallensteins“
Nachrichten Kultur Norbert Wehrstedts TV-Rückblende: Schwacher Serienstart für „Die Wallensteins“
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22:52 19.04.2015
Kim (Lisa Tomaschewsky, l.) und Bärbel Wallenstein (Anja Kling) auf Verbrecherjagd in "Die Wallensteins". (Archivfoto) Quelle: ZDF
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Nun fällt es ihr auf die Füße und steht vor ihren Augen. Tochter Kim, dürr und knochig, bereits geschieden, Fleischverweigerin, die Kaffee laktosefrei trinkt, steht als neue Partnerin im Job vor ihr. Erst wird gegiftet, Kim zickt herum, und Mutter Bärbel ist sauer, weil ihr keiner etwas gesagt hat.

Das vergeht. Die Stimmung hellt sich auf, die Worte untereinander werden entschärft, Zorn abgebaut und Nähe hergestellt. Mutter und Tochter ermitteln Hand in Hand in einem Fall um die Droge Crystal Meth, eine explodierte Wohnung, einen toten Junkie, seine Freundin und ihren Vater, Kommissar im Drogendezernat, der ebenso schuldig wurde wie der Vater des Toten: Ein Chemielehrer, der – wie Walter White in der TV-Serie „Breaking Bad“ – die Droge im Gartenhaus gekocht hat, um den Sohn in den sanften Entzug zu bringen.

Das war routiniert, ohne Ehrgeiz und mit dem Personal aus dem Krimi-Fundus erzählt. Das große Gähnen über den Canaletto-Ansichten von Dresden setzte rasch ein. Weder knisterte es wirklich zwischen Mutter und Tochter noch kam irgendeine Dramatik auf. Ein ziemlich schwacher Reihenstart.

Norbert Wehrstedt

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