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Nürnberger Unternehmer stiftet moderne Kunst für Dresdner Albertinum

Nürnberger Unternehmer stiftet moderne Kunst für Dresdner Albertinum

Ein Nürnberger Unternehmer hat der Dresdner Galerie Neue Meister acht bedeutende zeitgenössische Kunstwerke gestiftet. Museumsdirektor Ulrich Bischoff sprach am Freitag von einem „großartigen“ Zuwachs im Albertinum.

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Besucher sehen sich im Dresdner Albertinum das Bild „Apotheose 6/10/1“ von Hans Peter Reuter aus dem Jahr 2006 an. Das Exponat gehört zur Sammlung des Ehepaares Defet.

Quelle: dpa

Dresden. Die Bilder von Johannes Brus, Johannes Geccelli, Werner Knaupp, Nikolaus Lang, Christiane Möbus und Hans Peter Reuter stammen aus der Sammlung von Hansfried Defet und seiner 2008 gestorbenen Frau Marianne.

Der Eigentümer der da Vinci Künstler- und Kosmetikpinselfabrik finanzierte zudem den Ankauf zweier Werke der Dresdner Künstler Petra Kasten und Wolfgang Petrovsky. „Das Gesamtvolumen der Stiftung liegt bei rund 250 000 Euro“, sagte Bischoff.

Das Ehepaar Defet lebte für die Kunst, stellte seit 1965 junge Künstler im Firmenfoyer aus und begründete damit eine eigene Galerie. „Ihre große Liebe spiegelte sich in ihrer Liebe zur Kunst“, sagte Bischoff. Das Paar war an der Gründung der Art Cologne beteiligt und auf der Art Basel vertreten. „Sie trugen in Deutschland und Europa mit dazu bei, dass die moderne Kunst vorangetrieben wurde.“ Nach 1999 schenkten die Defets große Teile ihrer Sammlung zeitgenössischer Kunst dem neugegründeten Neuen Museum Nürnberg.

Die Stiftung resultiert laut Bischof aus Defets Liebe zu Dresden, die durch die berühmte Rede Gerhart Hauptmanns über die zerstörte Stadt angeregt wurde, die er im März 1945 im Radio gehalten hatte. Zur Eröffnung der Schau am Abend wollten alle Künstler kommen. „Aber Geccelli ist letzte Woche gestorben“, sagte Bischoff mit tränenerstickter Stimme.

dpa

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