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Oscar-Nominierungen: „Liebe“ von Michael Haneke in fünf Kategorien vorgeschlagen

Oscar-Nominierungen: „Liebe“ von Michael Haneke in fünf Kategorien vorgeschlagen

Die Academy ist unberechenbar: Zwar führt das Bürgerkriegsdrama „Lincoln“ von Regisseur Steven Spielberg mit zwölf Nennungen die Liste der Oscar-Nominierungen erwartungsgemäß an.

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Der Film "Liebe" vom österreichischen Regisseur Michael Haneke ist für fünf Oscars nominiert worden.

Quelle: dpa

Beverly Hills/USA. Doch dass der stille, zurückhaltende Film „Liebe“ des Österreichers Michael Haneke gleich in fünf Kategorien nominiert wurde, war am Donnerstag eine echte Überraschung. „Das ist einfach unfassbar, zwei Mal nacheinander, zuerst mit ’Das Weiße Band’ und jetzt mit ’Liebe’, beim Oscar vertreten zu sein und das mit einer extrem reduzierten, sehr europäischen Filmsprache“, sagte Stefan Arndt von der beteiligten Produktionsfirma X Filme.

Mit elf Nominierungen folgte die Romanverfilmung „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ auf dem zweiten Platz der Oscar-Tabelle. Zuvor war vor allem mit Top-Plätzen für „Zero Dark Thirty“ über die Jagd auf Osama bin Laden und für die Musicalverfilmung „Les Misérables“ gerechnet worden. Auch in der Kategorie Beste Regie überging die Academy drei Favoriten: Ben Affleck mit „Argo“, Kathryn Bigelow mit „Zero Dark Thirty“ und Tom Hooper mit „Les Misérables“ galten eigentlich als gesetzt, gingen aber letztendlich leer aus.

Waltz darf auf zweiten Oscar hoffen, NDR auf Doku-Preis

In der Kategorie Bester Dokumentarfilm kann sich der Norddeutsche Rundfunk (NDR) derweil Hoffnungen auf einen Oscar für die deutsch-israelische Ko-Produktion „Töte zuerst - Der israelische Geheimdienst“ („The Gatekeepers“) machen. Als Bester Fremdsprachiger Film ist neben „Liebe“ auch die deutsch-tschechisch-skandinavische Ko-Produktion „Die Königin und der Leibarzt“ nominiert. Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz erhielt für seine Darstellung in „Django Unchained“ eine Nominierung als bester Nebendarsteller und könnte sich seinen zweiten Oscar sichern.

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"Lincoln" von Steven Spielberg wurde für zwölf Oscars nominiert.

Quelle: dapd

„Lincoln“ wurde unter anderem als Bester Film und für die Beste Regie nominiert. Neben Hanekes „Liebe“ erhielten auch die Filme „Argo“, „Beasts of the Southern Wild“, „Django Unchained“, „Les Misérables“, „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“, „Silver Linings Playbook“ und „Zero Dark Thirty“ eine Nominierung als Bester Film.

Harvey Weinstein produzierte mit „Django Unchained“ und „Silver Linings Playbook“ gleich zwei der nominierten Filme. „Ich bin überwältigt! Ich kann der Academy gar nicht genug für ihre Unterstützung danken“, sagte der Produzent nach der Bekanntgabe der Nominierungen. „Wir haben in diesem Jahr mit einer tollen Gruppe von Schauspielern und Filmemachern zusammenarbeiten dürfen, und ich bin so froh, dass unsere Leistungen anerkannt werden.“

Haneke erzählt in „Liebe“ von Krankheit und Partnerschaft

In dem kammerspielartigen Drama „Liebe“ zeigt der mehrfach preisgekrönte Regisseur Haneke, wie sich das Leben eines alten Ehepaars verändert, nachdem die Frau einen Schlaganfall erleidet. Er sei von Erlebnisse in seiner eigenen Familie zu dem Film inspiriert worden, sagte Haneke voriges Jahr in einem Interview in Cannes, wo er mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Als bester Schauspieler wurden Daniel Day-Lewis für seine Darstellung des US-Präsidenten Abraham Lincoln, Bradley Cooper für seine Rolle als psychisch Kranker in „Silver Linings Playbook“, Hugh Jackman als Victor Hugos tragischer Held Jean Valjean in „Les Misérables“, Joaquin Phoenix als Veteran in „The Master“ und Denzel Washington als Pilot in „Flight“ nominiert.

Nominierungen als beste Schauspielerin erhielten Jessica Chastain für ihre Rolle als CIA-Agentin in „Zero Dark Thirty“, Jennifer Lawrence als junge Witwe in „Silver Linings Playbook“, Emmanuelle Riva als todkranke Frau in „Liebe“, Quvenzhane Wallis in „Beasts of the Southern Wild“ und Naomi Watts in „The Impossible.“

Die Oscars werden am 24. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen.

dapd

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