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Pariser Leben und Werk bestimmt 20. Kurt Weill Fest in Dessau

Pariser Leben und Werk bestimmt 20. Kurt Weill Fest in Dessau

Dessau-Roßlau/Berlin. Beim 20. Kurt Weill Fest Dessau dreht sich in diesem Jahr alles um das Leben und Werk des Komponisten in Paris. Rund 50 Veranstaltungen gibt es vom 24. Februar bis zum 11. März unter dem Motto „Hommage à Paris“.

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„Und der Haifisch, der hat Zähne...“ - die Moritat von Mackie Messer aus der „Dreigroschenoper“ ist bis heute ein Hit. Bertolt Brecht hat den Text, Kurt Weill aus Dessau die Musik geschrieben. Ende Februar findet das 20. Kurt Weill Fest Dessau statt.

Quelle: dpa

„Wir wollen Einblicke geben in die zweite wichtige Arbeits- und Lebensstation von Kurt Weill“, sagte der Intendant des Festivals, Michael Kaufmann. Das Programm solle facettenreich und lebensbejahend sein und auch zum Nachdenken anregen, sagte Kaufmann bei der Vorstellung am Freitag in Berlin. 2011 sei mit „Berlin im Licht“ beim Dessauer Festival die erste Lebensstation des Komponisten näher betrachtet worden. In Paris lebte Weill von 1933 bis 1935.

Der Komponist wurde 1900 als Sohn eines jüdischen Kantors in Dessau geboren. In der Nazizeit emigrierte er über Frankreich nach Amerika, wo er als Komponist am Broadway gefeiert wurde. Er starb 1950 in New York. „Wir widmen uns beim diesjährigen Weill-Fest seinen zentralen Werken, die er in oder für Paris aufgeführt hat“, sagte Kaufmann zum Programm. Dazu gehören „Die sieben Todsünden“ und „Marie Galante“. Rund 50 Veranstaltungen gibt es an 17 Festivaltagen an 21 Spielstätten in Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen und Wittenberg. Wie im Vorjahr werden rund 10 000 Besucher erwartet.

„Wir werden uns auch dem Thema widmen, dass viele Künstler wie Kurt Weill vor den Nazis fliehen mussten und verfolgt wurden“, sagte er. Wie wichtig es sei, sich mit Rechtsextremismus zu beschäftigen, werde in diesen Tagen besonders deutlich, sagte Kaufmann vor dem Hintergrund von Neonaziaufmärschen etwa in der Geburtsstadt des Komponisten.

Zur Eröffnung des Festivals am 24. Februar erlebt am Anhaltischen Theater Dessau das Ballett „Hotel Montparnasse“ von Tomasz Kajdanski zur Musik von Kurt Weill (1900-1950) und George Gershwin (1898-1937) seine Uraufführung. Zu den Höhepunkten des Festivalprogramms gehören zudem die insgesamt sieben Auftritte der Weill-Expertin Ute Gfrerer, die auch Residence-Künstlerin des Festivals sei.

„Kurt Weil war ein Komponist, der sich sehr stark dem Publikum zugewandt und versucht hat, hochwertige Musik zu verbinden mit Elementen der Unterhaltung“, sagte Kaufmann. Auch Werke französischer Komponisten werden während des Festivals erklingen. „Wir wollen zeigen, wie das Paris in den 1920er, 1930er Jahren kulturell aufgestellt war.“ Das Programm biete ein Panorama von Klassik bis Jazz und von der Symphonik bis zur Kleinkunst und Jahrmarkt-Musik. Zudem gebe es Filme und eine Ausstellung.

Die Schirmherrschaft über das von Land, Kommune und Sponsoren unterstützte Festival haben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und der französische Botschafter in Deutschland, Maurice Gourdault-Montagne, übernommen.

Petra Buch, dpa

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