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Kultur Plagiatsvorwurf : Hat Helene Hegemann für ihren Roman "Axolotl Roadkill" geklaut?
Nachrichten Kultur Plagiatsvorwurf : Hat Helene Hegemann für ihren Roman "Axolotl Roadkill" geklaut?
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16:55 07.02.2010
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Vielmehr listet der Berliner Blogger Airen auf der Seite gefuehlskonserve.de zahlreiche Beispiele, wie und wo Hegemanns Inspiration „copy-paste-mäßige Züge“ angenommen, sie aus seinem Buch „Strobo“ (2009) abgeschrieben hat. So stand bei ihm auf Seite 99 „,Wir reden gerade über Bisexualität‘, moderiere ich mich zu Jan rüber, …“. Sie schreibt auf  Seite 136: „,Wir unterhalten uns gerade über Bisexualität!‘, moderiere ich schwerstelgant zu ihr hinüber.” Und davon gibt es mehr.

„Quellen müssen genannt und ihre Verwendung muss vom Urheber genehmigt werden“, schrieb Ullstein-Geschäftsführerin Siv Bublitz gestern in einer Stellungnahme, darum habe sich der Verlag „bereits an den SuKuLTuR Verlag gewandt, um diese Genehmigung nachträglich zu erlangen.“ „Offenkundig“ habe die Autorin die Tragweite der Fragen nach Quellen oder Zitaten unterschätzt.

Offensichtlich tut sie dies noch immer, in einer eigenen Erklärung schreibt Hegemann: „Originalität  gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit. Und mir ist es völlig egal, woher Leute die Elemente ihrer ganzen Versuchsanordnungen  nehmen, die Hauptsache ist, wohin sie sie tragen. Von mir selber ist überhaupt nichts, ich selbst bin schon nicht von mir (dieser Satz ist übrigens von Sophie Rois geklaut) ...“

In der zweiten Auflage des Romans sind in einer erweiterten Danksagung neben Airen nun auch Sophie Rois und René Pollesch erwähnt.

jaf

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