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Raum-Künstler: Leipziger Bildermuseum zeigt Werke von Willikens und Weischer

Raum-Künstler: Leipziger Bildermuseum zeigt Werke von Willikens und Weischer

Innen und außen, grau oder bunt: Dem Raum als Motiv in der Kunst widmet sich eine Doppelschau im Leipziger Museum der bildenden Künste. Vom Sonntag an zeigt sie Arbeiten von Matthias Weischer (38), Vertreter der „Neuen Leipziger Schule", und Ben Willikens (71), emeritierter Rektor der Münchener Kunst-Akademie.

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Der Maler Matthias Weischer.

Quelle: dpa

Leipzig. ie.

Weischer lebt in Leipzig, Willikens erlebte dort als Kind den Krieg. „Es ist das Interesse des Museumsbesuchers, in verschiedene Bildwelten einzutauchen", sagte Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt am Freitag. Bis zum 28. August sind großformatige graue Raum-Ansichten von Willikens aus vier Jahrzehnten zu sehen und farbenfrohe Innen- und Außenräume auf Papier von Weischer. Es sind je rund 40 Arbeiten.

„Alice, Armin und all die anderen. Arbeiten auf Papier" zeigt den als Maler international gefragten Weischer von einer unbekannten Seite: „Er überrascht uns als Papier-Arbeiter und als Grafiker, der die Alchemie beherrscht", sagte Schmidt.

Der gebürtige Westfale widmet sich dem Medium schon seit seinem Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, aber nun vermehrt. „Es war für mich eine Wiederentdeckung und eine Befreiung", sagte er, und: „Ich habe eine ganze Menge gelernt." Für die Schau schuf Weischer Lithographien und Radierungen sowie riesige, extrem farbenfrohe Pulp Paintings, bei denen gefärbter Papierbrei auf Papier gespritzt wird.

„Ich habe mein ganzes Leben lang versucht, Räume als Spiegel unserer inneren Haltung zu betrachten. Es geht etwa um Macht und Machtlosigkeit, Freiheit und Sehnsucht", sagte Willikens. Menschen sind auf seinen Werken nie zu sehen: „Nach dem Krieg und dem Holocaust habe ich nicht mehr gewusst, wie der Mensch aussieht", sagte der Künstler, der als Kind in Leipzig die Bombenangriffe miterlebte und nun in Stuttgart wohnt.

Die Schau „Ben Willikens. Der Raum als Bild" ist seine erste Einzelausstellung in der Heimatstadt. „Zu sehen sind zum Beispiel Anstaltsräume, wo Sie nicht wissen, sind hier Patienten oder Delinquenten untergebracht", sagte Schmidt.

dpa

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