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Rosa von Praunheims "New York Memories" kommt in die Kinos

Rosa von Praunheims "New York Memories" kommt in die Kinos

Leipzig. Zwanzig Jahre nach seinem erfolgreichsten Film Überleben in New York trifft Rosa von Praunheim die Protagonisten seiner alten New York Filme wieder.

Wie haben sie trotz politischer Saubermänner, des 11. Septembers und der Wirtschaftskrise überlebt?

Die schwulste Stadt der Welt

Für den „dienstältesten schwulen Filmemacher" Rosa von Praunheim war New York immer „die schwulste Stadt der Welt", noch vor oder gleich nach Berlin, je nachdem. Der Berliner Regisseur („Nicht der Homosexuelle ist pervers...") hat dort auch zeitweise gelebt und die Stadt immer wieder in seinen Filmen verewigt wie zum Beispiel in seinem erfolgreichsten Film „Überleben in New York", dem 20 Jahre später nun die Fortsetzung folgt und ebenso schlicht wie anspruchsvoll „New York Memories" heißt.

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Leipzig. Zwanzig Jahre nach seinem erfolgreichsten Film Überleben in New York trifft Rosa von Praunheim die Protagonisten seiner alten New York Filme wieder. Wie haben sie trotz politischer Saubermänner, des 11. Septembers und der Wirtschaftskrise überlebt?

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Dabei interessiert von Praunheim das Schicksal von Anna und Claudia, es waren seine damaligen New Yorker Protagonistinnen, die seinerzeit Deutschland verlassen hatten und ihr Glück im Schmelztiegel New York („Hier wird nicht gejammert") gesucht haben. Die damalige Dritte im Bunde, die „kleine süße Ulli", wie von Praunheim sie nennt, ist inzwischen nach Kalifornien gezogen. Anna und Claudia aber blieben, trotz mancher Probleme, immerhin wurde Claudia sogar einmal in ihrer Wohnung überfallen und vergewaltigt. Aber zurück nach Deutschland? „Ich war zu stolz zurückzugehen", sagt Anna in dem Film. Für den Lebensabend aber hat eine der Frauen mit ihrem amerikanischen Partner inzwischen eine Zweitwohnung im heimatlichen Görlitz („wo es billiger ist") ausgekundschaftet.

Die Wahrheit liegt auf der Straße

Auch die beiden inzwischen erwachsenen Töchter des Autors und Schauspielers Klaus Pohl („Das Alte Land"), Lucie und Marie Pohl, die von Praunheim seinerzeit in New York noch als Kinder kennenlernte, erzählen in dem neuen Film von ihren Abenteuern in der großen Stadt. Von Praunheim spricht von einem „Überlebenskampf" in New York, wo vieles härter und schwieriger sei als in Deutschland. Außerdem porträtiert der Regisseur den 13-jährigen Sohn seines damaligen Kameramanns Jeff Preiss (der auch jetzt wieder zusammen mit dem Berliner Lorenz Haarmann hinter der Kamera stand) nach der Geschlechtsumwandlung vom Mädchen zum Jungen. Wie in jeder großen Metropole liegt auch in New York „die Wahrheit auf der Straße", es ist ein „Alltag der Extreme", der fasziniert, wie die Frauen sagen. Aber es gibt auch andere Stimmen in dem Film: „Ich hasse New York, es ist kaltherzig. Und alle müssen schuften, damit sie überhaupt ihre Miete bezahlen können." Von Praunheims Rückkehr nach New York ist eigentlich seinem neuen Berliner Freund Oliver zu verdanken, für den es immer ein Traum war, einmal nach New York zu kommen (er ist auch für den Ton des Films verantwortlich).

New York ist und bleibt einmalig

Im Begleitheft des Verleihs meint von Praunheim: „Obwohl viele New Yorker inzwischen von Berlin schwärmen - New York ist und bleibt einmalig." Berlin sei für ihn „immer Erholung", nach New York werde man süchtig, obwohl New York sehr teuer geworden sei und viele Szenekneipen verschwunden seien, „das ist alles weg, nur noch spießige Touristenläden", aber immerhin sei New York nicht mehr so kriminell wie früher.

dpa

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