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Kultur Schichtführerin in der Männerdomäne: DEFA-Dokfilm im Zeitgeschichtlichen Forum
Nachrichten Kultur Schichtführerin in der Männerdomäne: DEFA-Dokfilm im Zeitgeschichtlichen Forum
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12:19 17.02.2011
Leipzig

Tschirner portraitiert in seinem 1991 fertig gestellten Streifen über mehrere Jahre hinweg die Blockwalzerin Katrin Hensel, die in den späten 1980er Jahren in der Männerdomäne Maxhütte im thüringischen Unterwellenborn zur Schichtführerin aufstieg.

Im Anschluss an die 90-minutige Vorführung wird Tschirner im Gespräch mit dem früheren Direktor des Leipziger DOK-Filmfestivals, Fred Gehler, Details über die Entstehung der Langzeitdokumentation und die außergewöhnliche Hauptdarstellerin verraten. Obgleich Hensel keine Dissidentin, sondern sogar Mitglied der Volkskammer war, kritisiert die junge Frau im Film bereits vor 1989 die Missstände und Ungereimtheiten des DDR-Systems. Sie glaubt daran, den Sozialismus verbessern zu können und muss sich nach der Wiedervereinigung den neuen Herausforderungen stellen, hieß es in einer Mitteilung des ZFL.

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Der Regisseur Joachim Tschirner wurde 1948 in Wittenberge geboren und studierte Kulturwissenschaften in Berlin. Seit 1980 arbeitete er als Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme und repräsentierte zwischen 1990 und 1991 als Präsident des Verbandes die Film- und Fernsehschaffenden der DDR. Zwischen 1983 und 2008 entstanden 16 Dokumentarfilme unter seiner Regie. Neben „Katrins Hütte“ beispielsweise „Canto General – Der große Gesang von Pablo Neruda und Mikis Theodorakis“ (1983), „Der Aralsee – Wo das Wasser endet, endet die Erde“ (1998)  und „Die verschwundenen Dörfer der Wismut“ 2007.

Die Wechselausstellung „Hauptsache Arbeit. Wandel der Arbeitswelt nach 1945“ will mit etwa 600 Exponaten, zahlreichen Fotos, Filmen und Plakaten sowie Installationen den Wandel der Arbeitswelt und ihrer Bedeutung in den vergangenen 60 Jahren reflektieren. Die Schau ist noch bis zum 8. Mai im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen.

Internet: www.hdg.de/leipzig

Matthias Puppe

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