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Schlagerkönigin Andrea Berg begeistert in ausverkaufter Arena Leipzig über 10.000 Fans

Schlagerkönigin Andrea Berg begeistert in ausverkaufter Arena Leipzig über 10.000 Fans

Leipzig. Kanonenschüsse, Feuerwerk, brennende Segel und eine Piratenbraut, die über einem imposanten Schiffsbug durch die Lüfte schwingt: Wer sich am Samstagabend in der ausverkauften Arena Leipzig in einem Ausschnitt aus dem Kinohit „Fluch der Karibik“ wähnte, lag falsch.

Wenn auch nicht so ganz, denn die Abenteuertour „20 Jahre Andrea Berg“, die dort vor Anker ging, ist eindeutig vom Piratenspektakel inspiriert und eröffnet mit „Piraten wie wir“ vom aktuellen Album.

„Wollt ihr meine Piraten sein?“ ruft die selbsternannte Kapitänin der Unterhaltung. Die Leipziger wollen – und starten mit Andrea Berg in ein zweieinhalbstündiges Abenteuer. 10.500 Fans erleben eine gelungene Show mit viel Pyrotechnik in toller Kulisse und beste Unterhaltung. Das müssen auch Berg-Skeptiker und die mitgeschleiften, meist männlichen, Begleiter anerkennen.

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Leipzig. Die Ankündigung kam überraschend: Andrea Berg singt gemeinsam mit Lionel Richie. Nachdem sie im März mehr als 10.000 Fans begeisterte, gab sich die Schlagerkönigin nun am Montag für einen Kurzauftritt in der ausverkauften Arena Leipzig erneut die Ehre. Beim Konzert von Lionel Richie stand sie als Gast auf der Bühne und sang gemeinsam mit dem Pop-Weltstar.

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Der Saal tobt, und auch wenn der gemeine Schlagerfan lieber schunkelt anstatt zu headbangen, könnte die Stimmung auf einem Rockkonzert kaum besser sein. Ihre „Traumpiraten“, wie ihre Schlagerkönigin sie nennt, jubeln von der ersten bis zur letzten Minute, singen lauthals mit und umspülen mit wogenden Armen, Leuchtstäben und Fanplakaten den Bug der Schiffsbühne. Andrea Berg gibt sich beeindruckt und faucht ein katzenhaftes „Wow“.

So umfangreich die Bandbreite beim Alter ihres Publikums ist – ganze Familienverbände tummeln sich auf den Rängen und unten auf den Stehplätzen – ist auch das Musik- und Gefühlsspektrum. Für jeden hat Berg etwas im Angebot, und sie kriegt sie alle: Mit sensiblen Balladen wie „Seelenverwandt“, mit Partykrachern wie „Du hast mich tausendmal belogen“, rockigen E-Gitarren- und Schlagzeug-Soli und mit ganz viel Herzblut. Immer zwischen gebrochenem Herzen und Kämpfernatur mit frechen Sprüchen. Genau das lieben die Fans an ihr. Und obwohl ihre Reden etwas sperrig und einstudiert rüberkommen, lässt sie keinen Zweifel daran, dass sie den Inhalt ernst meint.

Die Qualität des Konzerts kann durchaus mit der anderer Showgrößen mithalten. Und das zum kleinen Preis, denn ein Ticket für die Queen of Pop, Madonna, kostet beispielsweise gut und gerne das Dreifache. Auch optisch enttäuscht die für gewagte Outfits bekannte Sängerin nicht. Präsentiert sich in Piratenmanier mit wilder roter Lockenmähne in enger Korsage unter Glitzermantel und meerjungfrauenhaft in zwei blauen Korsagenkleidern, sowie rockig im schwarzen Nietendress mit Overkneestiefeln.

Romantischer Höhepunkt ist für die Fangemeinde ohne Zweifel Bergs gelungene Cover-Version von Celine Dions „My Heart Will Go On“. Dabei zieht die 42-Jährige alle Register und singt wie im Kinofilm „Titanic“ an der Bugspitze mit ausgebreiteten Armen und flatternder Mähne und Tüllbahnen im künstlich erzeugten Wind. Perfektes Posing, das mit übergroßem Jubel quittiert wird.

Zum Finale spendiert die Piratenbraut ihrer treuen Gefolgschaft einen Partymix aus den Liedern des Abends und bringt die Meute damit noch mal richtig zum Toben, bevor das Spektakel in einem Lichtermeer aus Feuerzeugen, Handys und Leuchtstäben mit „Weißt du, wie viel Sterne stehen“ und „La-Le-Lu“ ausklingt. „Ihr seid der Wind in meinen Flügeln! Schön war’s mit euch“, ruft die Schlager-Queen, die auch mit dieser Tour in Leipzig keinen Schiffbruch erlitten hat.

Bereits kurz nach Einlass drängen sich Heerscharen von Schlagerfans Richtung Bühne, die noch von einem grauen Vorhang verdeckt wird. Mit dessen Fall und dem ersten Takt beginnt eine aufwendig inszenierte Show á la "Fluch der Karibik", nur ohne Jonny Depp. Dafür mit einer piratenbrautigen Andrea Berg, die alte und neue Songs aus ihrer nunmehr 20-jährigen Karriere zum Besten gibt.

Franziska Seifert

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